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Wasserprojekt Dinh Lap im Norden Vietnams

Kaffee Partner unterstützt das Menschenrecht auf sauberes Trinkwasser

Wasserprojekt Dinh Lap in Vietnam
Nach guten Erfahrungen bei einem terre des hommes-Projekt zur Förderung der Kinder von Kaffeebauern suchte die Geschäftsführung der Kaffee Partner-Gruppe nach einem eigenen Projekt. Eines, an dem man sich nicht nur beteiligt, sondern bei dem Kaffee Partner die Finanzierung komplett übernimmt und in die Organisation einbezogen wird. Nun wurde sie im Norden Vietnams fündig.

Da das Unternehmen eine hohe Affinität zu Wasser hat (Frischwasser-Automaten gehören zum Angebotsspektrum und guter Kaffee besteht zu 97 % aus gutem Wasser), entschloss man sich, ein großes Wasserprojekt für die arme Landgemeinde Trile in der Provinz Lang Son ganz allein zu fördern.

Denn die 3.655 Einwohner in 844 Familien kämpfen um das Überleben. Die landwirtschaftliche Anbaufläche im kargen Bergland ist sehr begrenzt und die Wasserversorgung ein großes Problem. Das Wasser vor Ort ist stark verunreinigt, etwa die Hälfte der Menschen leidet unter lebensbedrohenden Darminfektionen, Hautproblemen und Trachoma, einer Augenkrankheit, die zur Blindheit führen kann.

Frauen und Kinder schleppen das Wasser für den Hausgebrauch bis zu 4 Kilometer heran – und machen ein zweites Mal den weiten Weg, wenn sie unterwegs gestolpert sind und Wasser verschüttet haben. Die Kinder fehlen in der Schule, weil sie für Ihre Familien Wasser holen müssen.

Ziel ist deshalb sauberes Trinkwasser für die Dorfbevölkerung mittels großer Zapfstellen bereit zu stellen. Durch den Bau eines Wasserleitungssystems, bei dem die Dorfbewohner helfen, wird das Wasser direkt von den Quellen aus den Bergen ins Dorf transportiert.

Auch die Felder können besser bewässert werden, so dass nicht nur genug Nahrung für die Familien da ist, sondern auch noch etwas auf dem Markt verkauft werden kann. Es entsteht eine Art „Kleinunternehmertum“, da auch Hühner und Schweine gezüchtet und gehandelt werden können. So wird die Armut etwas gelindert.

Ein Verantwortlicher pro Dorf sorgt als Wassermanager dafür, dass das System funktionstüchtig bleibt und jede Familie zahlt eine geringe Wassergebühr für Reparaturkosten und eine spätere Erweiterung des Systems. Die Koordination vor Ort erfolgt durch terre des hommes und eine dortige Frauenrechtsorganisation (Frauenunion).

Denn zusätzlich zur klaren Reduzierung der sehr hohen Kindersterblichkeitsquote ist der wichtigste Aspekt, dass auch die Mädchen und Jungen, die zum Wasser holen geschickt werden, eine Zukunft durch regelmäßige Schulbesuche und einen Abschluss erhalten. Vietnamesisch ist übrigens in den Schulen die erste Fremdsprache, ansonsten sprechen die Kinder nur die Sprache dieser Bergregion.

Kaffee Partner wird dieses Projekt als Hilfe zur Selbsthilfe 3 Jahre lang bezahlen. Danach sind die Dorfbewohner selbst in der Lage, die Anlagen instand zu halten und zu betreiben.

 




Diese Bilder entstanden bei einem Besuch in der Nachbargemeinde und zeigen, wie bereits in anderen Projekten geholfen wurde.