Hilfe für junge Landwirte in Nicaragua

Wallenhorster Unternehmen Kaffee Partner fördert Projekte von terre des hommes

Seit Jahren unterstützt die Wallenhorster Firma Kaffee Partner Projekte von terre des hommes. Jetzt überreichte Andreas Ost, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens, im Foyer des Theaters am Domhof einen Spendenscheck über 4.000 Euro an Vertreter der Organisation.

Das Geld fließt in ein Projekt zur Unterstützung junger Leute im Norden Nicaraguas. Die Jugendlichen in der Region Somoto erhalten so eine Ausbildung zum Agrartechniker und anschließend eine Starthilfe für den Aufbau eines landwirtschaftlichen Betriebs. Seit 2004 haben 500 Jugendliche die Ausbildung abgeschlossen, in der gerade gestarteten zweiten Phase werden weitere 500 junge Menschen unterrichtet. „Die Gegend ist stark von Armut betroffen. Das größte Problem ist die Abwanderung der Jugend. Wir möchten ihr mit dem Projekt Möglichkeiten bieten, in den Heimatdörfern zu bleiben“, erklärte Werner Lamottke von tdh. Es ist bereits die dritte Spende von Kaffee Partner über 4.000 Euro für dieses Projekt. „Wir sind dankbar für die langfristige Unterstützung, die sich aus vielen kleinen Beiträgen zusammensetzt. Das ist gerade in Krisenzeiten ein schönes Zeichen der Solidarität“, meinte Lamottke. Die aktuelle Summe kam durch eine Spendenaktion im Foyer des Theaters zustande: Das dort ansässige Café des Unternehmens stiftete 5 Cent jeder über den Tresen gegangenen Tasse für den guten Zweck. Die Kunden zeigten sich sehr interessiert an der Aktion, erklärte Maike Mai, kaufmännische Leiterin des Shops „coffee partner“.

Neuerdings engagieren sich das Wallenhorster Unternehmen für Kaffee-Automaten und tdh auch in Vietnam. Mit 75.000 Euro finanziert Kaffee Partner bis 2011 ein dreijähriges Wasser-Projekt, um die Lebensbedingungen von Frauen und Kindern in der Provinz Lang Son zu verbessern. „Kinder müssen über viele Kilometer Wasser aus den Bergen heranschleppen und fehlen daher oft in der Schule“, berichtete Andreas Ost, der die Gegend besucht hatte. Die deutschen Projektpartner unterstützen Bau und Unterhalt einer Trinkwasseranlage.

Wenn das Wasser automatisch aus den Bergen in die Dörfer transportiert und in Tanks gesammelt und gefiltert wird, werden die Kinder weniger oft an verunreinigtem Wasser erkranken und außerdem mehr Zeit für den Schulbesuch haben.

(Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung, 5. Juni 2009, Originalartikel herunterladen)

 

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