Potenzial für Belastbare
Regenwasserbewirtschaftung auf ehemaligem Kasernengelände
Die Autragslage im Tiefbau-Gewerbe hängt ganz wesentlich von der aktuellen Finanzpolitilk und Marschroute auf Länder-, Bundes- oder Kommunalebene ab. Es ist oft eine Frage der Ausdauer, bis politische Entscheidungen sich in barer Münze rechnen lassen. So lagen etwa zwischen der Ankündigung und der Neuentwicklung eines ehemaligen Kasernengeländes in Osnabrück mehrere Jahre.Nun aber ist es dem Osnabrücker Unternehmen Schaper Baustoffe gelungen, einen großen Lieferauftrag u.a. für interessante Artikel der Fränkischen Rohrwerke aus dem Bereich Regenwasserbewirtschaftung zu erhalten. Ein Auftrag, der auch andernorts Schule machen könnte, denn ehemalige Kasernen gibt es nicht nur in Osnabrück. Konversion ist bis dato ein Prozess und trotz der vielen abgeschlossenen Projekte (Amtsgericht Brandenburg, Universität Freiburg, Marbachshöhe Kassel, Europaviertel Wiesbaden) interessant für den Baustoffhandel. Und selbst wenn es keine Kasernengelände sind, die wieder eingegliedert werden, so gilt es doch, generell die Kommunalpolitik und brachliegendes Gelände bzw. Gebäude im Auge zu behalten. Die rechtzeitige Einschätzung, welche infrastrukturellen Enwicklungspotenziale wann und wo auf die öffentliche Hand zukommen, ist auch für die Händler eine existentielle Frage.
Welche Perspektive bzw. Potenziale die so gennante "KonVision" nicht nur den Bewohnern in Osnabrück, sondern auch dem Fachhandel gebracht hat, hat Helmut Hartung, Mitglied des Fachausschusses der Fachgruppe Tiefbau, und Geschäftsführer der Schaper Baustoffe, erfahren. Mit dem Erwerb eines rd. 10,6 ha großen Grundstückes auf dem ehemaligen Kasernengelände trat die Firma Kaffee Partner aus Wallenhorst als interessanter Investor auf. Mit zukünftig mehr als 300 Mitarbeitern am neuen Logistikstandort investiert das Unternehmen nicht nur in eine neue Firmenzentrale, sondern schafft auch den architektonischen Grundstock für eine Gewerbeansiedlung erster Adresse. Kaffee Partner ist bundesweit führend bei der Versorgung von Unternehmen mit Kaffee, Automaten und Accessoires rund um den gedeckten Konferenztisch. Das Unternehmen hat fast 40 Jahre Erfahrung in der Entwicklung von Spezialitäten-Vollautomaten. Den rund 60.000 Kunden werden täglich über zwei Millionen Tassen Kaffee und Co. zubereitet.
Feinstoffrückhalt durch Sedimentation
Bei der Erschließung der Außenanlagen des rd. 10,6 ha großen Geländes kommt nun der Fachhandel ins Spiel: Hier hat Schaper Baustoffe die Nase vorn, weil es bei der Regenwasserbewirtschaftung auf eine innovative Technik der Fränkischen Rohrwerke setzt. Mit der Sedi-pipe-Anlage kommt in Osnabrück eine unterirdische Anlage zur Regenwasserbehandlung zum Einsatz. Schadstoffe, die durch abfließendes Regenwasser mitgespült werden, sind überwiegend an kleine oder kleinste Festpartikel gebunden. „Sedi-pipe nutzt die Schwerkraft, um die Feinstoffe aus dem Regenwasser abzuscheiden”, preist der Hersteller in seiner Info-Broschüre einen der vielen Vorteile des Systems an. „Das Sediment lagert sich im unteren Teil des Sedimentationsstrecke ab. Der Strömungstrenner verhindert die Remobilisierung und den Austrag in der Regole.“ Durch Dauerstaubetrieb bleibe das Sediment in der Schlammphase. „Damit ist die Reinigung der Anlage mit herrkömmlicher Spültechnik möglich”, betont der Hersteller.
Weitere Verkaufsargumente für den Fachhändler:
- Komplett unterirdischer Einbau, kein Oberflächenverbrauch
- Verkehrsbelastung bis SLW 60
- Platzsparende Anordnung durch Nutzung der Leitungstrasse
- Geringe Einbautiefe, verringerter Erdaushub, kein Kraneinsatz
Quelle: "Durchblick", das Magazin der Baustoffhändlerkooperation "Eurobaustoff"