Bitterstoffe

Bitterstoffe im Kaffee

Vermutlich hat jeder Kaffeetrinker schon einmal die Erfahrung gemacht: Der Kaffee schmeckt bitter und nicht so aromatisch wie gewohnt. Viele Kaffeefreunde machen das Koffein für die bittere Note des Kaffees verantwortlich. Wissenschaftler haben nun bewiesen, dass nicht das Koffein alleine einen „bitteren Nachgeschmack“ beim Kaffeegenuss bereitet, sondern viele Faktoren einen Einfluss darauf haben. Die Röstung der Kaffeebohne spielt eine ebenso große Rolle, wie die Zubereitung des Kaffees. Doch wie gelingt eigentlich ein möglichst milder Kaffee und welche Gesundheitseffekte haben die Bitterstoffe im Kaffee?

So entstehen Bitterstoffe im Kaffee

Für viele Kaffeefreunde ist es klar: Das Koffein enthält die meisten Bitterstoffe im Kaffee und trägt maßgeblich zum bitteren Aroma bei. Wissenschaftler haben nun herausgefunden, dass gerade einmal 15% der Bitterkeit des Kaffees aus dem Koffein stammen. Kein Wunder, schließlich kann selbst ein entkoffeinierter Kaffee bitter schmecken. Stattdessen enthalten die Antioxidantien die meisten Bitterstoffe. Antioxidantien entstehen erst bei der Verarbeitung der rohen Kaffeebohne. Grundlage hierfür ist die in den grünen Kaffeebohnen enthaltene Chlorogensäure.

Diese Faktoren beeinflussen das herbe Aroma des Kaffees

Selbst ein perfekt zubereiteter Kaffee aus einem Kaffeevollautomaten von Kaffee Partner kann gelegentlich bitter schmecken. Meist beeinflusst die Röstung der Kaffeebohne das herbe Aroma des Heißgetränks. Hierbei gilt: Je stärker die Kaffeebohne geröstet ist, desto bitterer ist ihr Geschmack. Beim Rösten entstehen aus den natürlich vorkommenden Chlorogensäuren in der Kaffeebohne Antioxidantien, welche das bittere Aroma verursachen. In der Trommel sanft gerösteter Kaffee enthält dabei weniger Bitterstoffe als industriell gerösteter Kaffee.

Einen milden Kaffee zubereiten

Doch nicht nur die Röstung beeinflusst das herbe Aroma des Kaffees, auch die Zubereitung spielt eine große Rolle. Besonders viele Bitterstoffe entstehen bei der Zubereitung mit großem Druck und hohen Temperaturen, wie zum Beispiel bei einem Espresso. Für einen milden Kaffee sollte das Pulver nicht zu fein gemahlen sein. Die Temperatur des Wassers liegt bestenfalls nicht über 95 Grad Celsius, schließlich wird ein Kaffee gebrüht und nicht gekocht. Auch die Menge des verwendeten Kaffeepulvers beeinflusst das Aroma. Für einen milden Kaffee sollten Sie lieber etwas mehr Pulver verwenden, denn dann werden die Bitterstoffe nicht so schnell herausgelöst. Viele Faktoren tragen letztlich zum herben Aroma des Kaffees bei. Übrigens ist die Arabica Bohne grundsätzlich etwas milder als die Robusta und somit besser für einen milden Kaffeegenuss geeignet.

Die Bitterstoffe im Kaffee – herb aber gesund?

Tatsächlich beeinflussen die Bitterstoffe im Kaffee nicht nur das Gesamtaroma des Kaffees. Sie wirken sich sogar positiv auf den menschlichen Körper aus und sind deswegen besser als ihr Ruf. Vor allem die Fettverbrennung und die Verdauung profitieren von den Bitterstoffen im Kaffee. So können die Bitterstoffe zum Beispiel die Magensäureproduktion regulieren und die Verdauung anregen. Menschen mit empfindlichen Mägen sollten jedoch auf einen übermäßigen Kaffeekonsum verzichten, da sonst die enthaltene Säure die Magenschleimhaut angreifen kann. Ein Schuss Milch im Kaffee macht übrigens die Bitterstoffe verträglicher und trägt zum Kaffeegenuss bei.

Kaffee – eine Komposition aus verschiedenen Geschmacksnuancen

Bitterstoffe sind in jedem Kaffee enthalten und tragen zum umfassenden Geschmackserlebnis bei. Gleichzeitig wirken Sie sich bei gesundem Konsumverhalten positiv auf die Gesundheit aus und sind somit ein wertvoller Bestandteil des Kaffees.

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