Kaffeeernte

Die Kaffeeernte – Grundlage für die weitere Verarbeitung

Damit Sie jederzeit einen leckeren Kaffee aus Ihrem Vollautomaten von Kaffee Partner genießen können, spielt nicht nur die richtige Zubereitung eine entscheidende Rolle. Ähnlich wie bei einem guten Wein, beeinflusst auch der Zeitpunkt und das Verfahren der Ernte die Qualität des Kaffees. Da Kaffee auf der ganzen Welt in unterschiedlichen Klimazonen angebaut wird, gibt es keine einheitliche Zeit der Ernte. Tatsächlich wird fast das ganze Jahr über Kaffee geerntet. Grundsätzlich sollte die Kaffeebohne natürlich dann geerntet werden, wenn sie reif ist. Doch woran erkennt man eigentlich eine reife Kaffeebohne und welches ist das beste Verfahren zur Ernte?

Die reife Kaffeebohne

Der Reifegrad der Kaffeebohne beeinflusst den Geschmack des späteren Kaffees. Deswegen ist der richtige Zeitpunkt der Ernte maßgeblich für den Kaffeegenuss. Den perfekten Reifegrad hat eine rote Kaffeekirsche. Zu diesem Zeitpunkt ist sie fruchtig und leicht süßlich im Geschmack. Überreife Bohnen schmecken oft faulig, während noch grüne Kaffeebohnen zu wenig Säure enthalten und kein gutes Aroma bilden. Vorhersagen lässt sich der perfekte Erntezeitpunkt nur schwer, schließlich beeinflussen viele Faktoren den Reifeprozess, wie Klima und Niederschlagsmenge. Grundsätzlich rechnet man aber mit einer Reifezeit von sechs bis zehn Monaten. Südlich des Äquators erfolgt die Ernte zwischen April und August. In den nördlichen Anbaugebieten liegt die Haupterntezeit zwischen den Monaten Juli und Dezember.

Unterschiedliche Verfahren der Kaffeeernte

Bei der Kaffeeernte gibt es zwei Verfahren, um die reifen Kaffeekirschen zu sammeln: Die Picking-Methode und die Stripping-Methode. Hochwertiger Spitzenkaffee wird nach der Picking-Methode geerntet. Hierbei erfolgt die Ernte von Hand, indem die Kaffeebohne vom Strauch „gepickt“ wird. Es werden ausschließlich reife, rote Früchte geerntet. Die noch grünen Kaffeebohnen bleiben am Strauch, können in Ruhe nachreifen und werden einige Tage später geerntet. Kein Wunder, dass diese Methode besonders zeit- und kostenintensiv ist. Da schlechte Bohnen bereits bei der Ernte aussortiert werden, ist die Picking-Methode die Grundlage für besonders hochwertigen Kaffee.

Masse statt Klasse?

Wesentlich schneller und günstiger lässt sich die Kaffeebohne mit der Stripping-Methode ernten. Hierbei erfolgt die Ernte maschinell, d.h. die Kaffeekirschen werden nicht per Hand gepflückt, sondern mit Hilfe eines Kamms inklusive der Blätter von den Zweigen abgestreift. Zurück bleiben die nackten Zweige der Kaffeepflanze. Während bei der Picking-Methode alle Kirschen den gleichen Reifegrad haben, gelangen bei der maschinellen Ernte auch überreife oder grüne Bohnen in die Ernte. Oftmals erfolgt zwar noch eine Nachkontrolle, trotzdem ist die Qualität nicht so einheitlich und hochwertig wie bei der von Hand gepflückten Ernte.

Die Kaffeeernte – Startpunkt für weitere Verarbeitungsschritte

Direkt nach der Ernte muss die Kaffeebohne schnell weiterverarbeitet werden. Schließlich fängt sie sonst umgehend an zu gären und vermindert so die Qualität des Kaffees. Meist erfolgt die Weiterverarbeitung innerhalb von fünf Stunden nach der Ernte. Bei der maschinellen Stripping-Ernte fallen viele Bohnen zu Boden, sodass Faul- und Gärungsprozesse begünstigt werden. Eine schlechte Bohne in der Ernte kann eine große Menge Kaffeebohnen verderben. Grundsätzlich ist sorgfältig geernteter Kaffee nach der Picking-Methode dem industriell geernteten Kaffee vorzuziehen. Die günstigen Sorten im Supermarkt stammen aber überwiegend aus der deutlich günstigeren Stripping-Methode.

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