Damit Sie das vollkommene Kaffeearoma genießen können, finden Sie hier einige Tipps zu dessen Verbesserung.

Seit der Entdeckung des Kaffees um das Jahr 850 hat sich das Heißgetränk stetig weiterentwickelt: Inzwischen gibt es unzählige Geschmackssorten in allen möglichen Preisklassen und mit vielerlei Zubereitungsarten. Genauso gibt es immer mehr Geräte auf dem Markt, die bei der Zubereitung des perfekten Kaffees helfen sollen. Dennoch wünschen sich laut einer Umfrage im Jahre 2016 rund 70 % der Kaffeetrinker noch eine weitere Erfindung, durch die der Kaffeegenuss verbessert werden könnte.

Durch die immer fortschreitenden Entwicklungen im Bereich des Kaffees ist es heutzutage einfach, eine Tasse oder Kanne guten Kaffees zuzubereiten. Und trotzdem schmeckt der Kaffee nicht immer so, wie er auf der Packung beschrieben wird. Es kann sogar vorkommen, dass die eine Tasse desselben Kaffees heute anders schmeckt als gestern. Doch was verursacht die zum Teil auch starken Schwankungen des Kaffeearomas? Zum einen beeinflussen Faktoren das Kaffeearoma, die mit der Zubereitung des Kaffees nichts zu tun haben und nicht immer gesteuert werden können. So spielen etwa das persönliche Befinden, eine kurz zuvor verzehrte Mahlzeit oder die Tageszeit eine wichtige Rolle. Dadurch kann das eigene Geschmacksempfinden deutlich verändert werden, sodass der Kaffee für einen persönlich eine andere Geschmacksnote annimmt. Neben diesen Faktoren gibt es jedoch noch weitere, auf die Kaffeetrinker durchaus mehr Einfluss haben.

Drei wichtige Grundregeln

Auch mit der besten Kaffeemaschine kann es durchaus mal vorkommen, dass das Aroma des Kaffees auf einmal eine andere Geschmacksnote annimmt und plötzlich sauer oder bitter schmeckt. Zudem kann auch der Schaum betroffen sein, so dass er von der Konsistenz oder Farbe nicht mehr stimmt. Um diese Veränderungen zu beheben oder bestenfalls nur vorzubeugen, gibt es drei wichtige Regeln zu beachten. Diese Grundregeln sind sehr simpel und können ohne viel Aufwand zu einer deutlich besseren Qualität des Kaffeearomas führen. Zuallererst ist es wichtig, dass möglichst frisch gerösteter Kaffee verwendet wird. Bestenfalls werden die Kaffeebohnen auch erst gemahlen, kurz bevor sie zum Einsatz kommen. Das Aroma von Kaffee hält nur recht kurz an und lässt immer mehr nach, je länger die Zubereitung von dem Rösten und Mahlen entfernt liegt. Ist die Kaffeebohne jedoch frisch gemahlen und erst kurz vorher geröstet worden, so kann sich das volle Kaffeearoma in der Tasse entfalten. Die Verschlechterung des Kaffeearomas ist dabei in der hohen Empfindlichkeit des Naturproduktes begründet. Kommen die Kaffeebohnen mit Sauerstoff in Berührung, verursacht dies den Prozess der Oxidation. Durch den Kontakt von Sauerstoff und den in der Kaffeebohne enthaltenen Ölen, Fetten und Wachsen kommt es letztendlich zum Verlust des vollen Kaffeearomas.

Ist das Kaffeearoma durch die richtige Behandlung des Kaffees gesichert, kommt als nächstes das Wasser an die Reihe. Da das Kaffeegetränk bis zu 99 % aus Wasser bestehen kann, ist es hier besonders wichtig, auch auf die richtige Qualität des Wassers Acht zu geben. Eine gute Qualität des Wassers kann schon durch einen einfachen Wasserfilter gewährleistet sein. Durch den Wasserfilter wird der im Leitungswasser enthaltene Kalk filtriert. Dies hat zudem einen weiteren positiven Nebeneffekt: Je weniger Kalk im Wasser enthalten ist, desto weniger kann sich dieser anschließend in der Kaffeemaschine absetzen. Dadurch werden hartnäckige Kalkrückstände verhindert. Zu guter Letzt sollten alle Teile sowie Behälter der Kaffeemaschine regelmäßig gereinigt und von Fetten und Ölen befreit werden, die Kaffee hinterlässt. Wird die Kaffeemaschine regelmäßig gereinigt, können sich auch kaum Rückstände absetzen, welche das Kaffeearoma beeinflussen würden.

Was verursacht Geschmacksveränderungen?

Werden die drei Grundregeln beachtet, ist eine deutliche Verbesserung des Kaffeearomas zu bemerken. Jedoch kann es trotzdem noch vorkommen, dass der Geschmack weiterhin abweicht und die Tasse Kaffee beispielsweise wenig Aroma hat oder auf einmal einen Fremdgeschmack besitzt. Wenn dies der Fall ist, gibt es einige Dinge, die kontrolliert werden sollten. Meistens lässt sich durch eine kleine Checkliste die Geschmacksveränderung schnell beheben.

Ist das Kaffeearoma schwach, sollte zuerst überprüft werden, wie lange die Mahlung oder Röstung schon her ist. Des Weiteren kann das Aroma des Kaffees nachlassen, wenn der Kaffee falsch gelagert wird. Bei der Lagerung gilt es zu beachten, dass Kaffee sich an dunklen, trockenen und kühlen Orten am wohlsten fühlt und seine Aromastärke auch am längsten behält. Weitere Ursachen könnten eine zu niedrige Kaffeedosierung oder zu grobe Mahlung sein. Bei Vollautomaten muss auf die richtige Wärme der Mühle geachtet werden, bei Espressomaschinen und Vollautomaten darf der Brühdruck nicht unter sieben Bar liegen. Wenn im Gegensatz dazu ein Fremdgeschmack auftritt, sollten die Bohnen noch einmal überprüft werden. Es kann der Fall sein, dass es sich um einen seltenen Verarbeitungsfehler beim Rohkaffee handelt oder die Qualität der Bohnen zu niedrig ist. Wenn qualitativ mindere Bohnen und Verschmutzung in Behältern sowie Teilen der Kaffeemaschine ausgeschlossen werden können, sollten eventuell noch die Filter überprüft werden.

Bekommt das Aroma des Kaffeegetränkes eine saure Note, kann dies etwa an der Brühung liegen. Hier könnten verschiedene Gründe die Ursache sein: eine zu niedrige Brühtemperatur, Reaktion des Kaffees auf Pre-Infusion – hier sollte das Vorbrühen abgeschaltet werden – oder zu lange Aufbewahrung bei der Vorratsbrühung. Wenn säureintensive Arabica-Sorten in der Mischung enthalten sind, kann dies ebenfalls zu einem sauren Kaffeearoma führen. Außerdem könnte der Kaffee zu hell geröstet oder der Mahlgrad zu grob sein. Genau andersrum sieht es mit einem bitteren Kaffeearoma aus: Da kann beispielsweise die Brühtemperatur zu hoch oder der Mahlgrad zu fein eingestellt sein.

Ebendiese Faktoren sind auch für den Schaum relevant. Bei dem richtigen Mahlgrad, der idealen Brühtemperatur und Kaffee, der noch frisch genug ist, kann auf dem Kaffee ein schöner Schaum – die sogenannte Crema – entstehen. Ebenfalls wichtig sind die richtige Wasserhärte und die perfekte Temperatur der Espressotassen. Stimmen ein oder mehr Faktoren nicht, kann es dazu führen, dass die Crema keine Tigerstreifen hat, kaum bis gar keine Crema vorhanden ist oder diese sich schnell auflöst.

Mit kleinen Tipps zum vollkommenen Kaffeearoma

Den Geschmack des Kaffees kann so einiges beeinflussen. Denn neben den vielen kleinen Fehlern, die bei der Zubereitung des Kaffees passieren können, kommen noch Faktoren dazu, auf die Kaffeetrinker wenig bis keinen Einfluss haben. Aber es kann durchaus eine Verbesserung des Kaffeearomas entstehen, wenn zumindest die drei angegebenen Regeln eingehalten werden. Wer also bestimmte Geschmacksnoten aus seinem Kaffeegetränk verbannen will und endlich eine perfekte Crema haben möchte, sollte bestimmte Kriterien in Augenschein nehmen und entsprechend verändern.

 

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