5. Februar 2019 4 min. Lesezeit Wissen

Der Espresso nach dem Essen

Vermutlich hat jeder die Situation schon einmal erlebt. Nach einem ausgiebigen Menü beim Lieblingsitaliener wird zum Abschluss ein Espresso angeboten. Und tatsächlich, nach dem Genuss des kleinen Kaffees liegt das Essen nicht mehr so schwer im Magen und man fühlt sich einfach wieder besser. Das Trägheitsgefühl, welches sich nach dem Essen gerne einstellt, scheint wie weggeblasen. Doch was ist dran an dieser Tradition, die in vielen Ländern ausgiebig zelebriert wird? Oder handelt es sich am Ende nur um eine eingebildete Wirkung? Wissenschaftler streiten über die Effekte des Espressos auf die Verdauung und das Wohlbefinden.

Espresso? Was ist das eigentlich?

Klein, schwarz und stark – das sind die Attribute, die dem kleinen Kaffee auf Anhieb zugeschrieben werden. Viele Kaffeetrinker schwören auf den kurzen Kaffeegenuss, anderen ist die Spezialität zu stark. Hier scheiden sich bereits die Geister, aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten. Einig ist man sich über die Herkunft des Espressos.

Der Espresso stammt aus Italien, genauer gesagt aus Mailand und wurde hier um 1900 das erste Mal getrunken.

Inzwischen hat er die Welt erobert und ist fester Bestandteil einer jeden Kaffeekarte. Die Zubereitung dieser italienischen Kaffeespezialität ist eine Kunst für sich, vor allem wenn er mit einer Siebträgermaschine hergestellt wird. Deutlich einfacher gelingt das Getränk mit einem Kaffeevollautomaten von Kaffee Partner – egal ob nach dem Mittagessen oder als Wachmacher für zwischendurch.

Für einen perfekten Espresso wird heißes Wasser unter hohem Druck durch frisch gemahlenes Kaffeepulver gepresst. Kennzeichen eines gelungenen Getränks ist die feine Crema. Je nach verwendeter Kaffeebohne ist der Espresso bekömmlicher oder kräftiger. Die typische italienische Variante wird aus dunkel gerösteten Bohnen mit einem Robusta-Anteil von 50 % zubereitet. Bekömmlicher hingegen ist die Variante mit hell gerösteten Arabica-Bohnen. Es ist übrigens ein Mythos, dass ein Espresso mehr Koffein enthält als andere Kaffees. Lediglich die Konzentration ist aufgrund des geringeren Flüssigkeitsanteils höher.

So wirkt ein Espresso nach dem Essen

Ein Espresso nach dem Essen ist ein besonderer Genuss, der nicht nur in Italien, sondern in vielen weiteren europäischen Ländern zelebriert wird. Dies liegt nicht nur an dem typischen Geschmack, auch das angenehm wärmende Gefühl tut gut. Doch dies sind nicht die einzigen Gründe für einen kleinen Kaffee nach dem Essen. Die besondere Wirkung des Espressos hängt nämlich mit dem enthaltenen Koffein zusammen. Koffein wird ein stimulierender Effekt nachgesagt. Im menschlichen Körper werden der Stoffwechsel und das zentrale Nervensystem angeregt – Puls und Blutdruck steigen. Normalerweise beschäftigt sich der Körper nach dem Essen mit der Verdauung, alle anderen Funktionen werden runtergefahren, sodass sich eine gewisse Müdigkeit einstellt. Dieser Müdigkeit wirkt der Espresso dank des Koffeingehalts entgehen. Doch damit sind die positiven Auswirkungen noch nicht erschöpft.

Das Koffein im Espresso wirkt sich auch auf die Verdauung aus. Es kann die Darmaktivität anregen und so die Entleerung des Darms auslösen. Die Verdauung im Magen wird jedoch nicht beeinflusst, wie fälschlicherweise oft behauptet wird. Zudem wirkt sich Espresso positiv auf die Magensäureproduktion aus. Hier spielen vor allem die enthaltenen Bitterstoffe eine wichtige Rolle. Diese regulieren die Produktion der Magensäure und verhindern eine Übersäuerung des Magens. Zusätzlich hilft ein Kaffee nach dem Essen, die Mundflora wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Die im Kaffee enthaltenen Polyphenole bekämpfen Bakterien und Zahnbelag. Somit bringt der Kaffeegenuss nach dem Essen zahlreiche positiven Effekte mit sich.

Ein Espresso zum Dessert – Genuss mit vielerlei positiven Effekten

Wer hätte das gedacht? Der Espresso nach dem Essen wirkt sich wirklich positiv auf den Körper aus. Gerade wenn man sich keine ausgiebige Mittagspause erlauben kann, hilft der kleine Wachmacher, das Mittagstief zu überstehen. Gleichzeitig regt er die Darmtätigkeit an und verbessert so das Wohlbefinden nach dem Essen. Lediglich Menschen mit Eisenmangel sollten auf die italienische Spezialität nach dem Essen verzichten – Kaffee enthält Polyphenole. Diese sekundären Pflanzenstoffe können die Aufnahme von Eisen verhindern. Ansonsten spricht nichts gegen einen anregenden kleinen Espresso zum Dessert.

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Maximilian

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