30. März 2018 2 min. Lesezeit Gesundheit

Bedeutet Kaffee das Ende der Volkskrankheit Depression?

Kaffee soll bekanntlich viele positive Wirkungen auf den menschlichen Körper haben: So wirkt er als Muntermacher durch die anregende Eigenschaft des Koffeins und ist durch seine vielen Vitalstoffe zudem noch gesund. Außerdem kann er beim Schlankwerden unterstützen. Nun legen Studien nahe, dass Kaffee bei Depressionen Abhilfe leisten kann. Untersuchungen zu Folge haben bestimmte Inhaltsstoffe des Kaffees eine schützende Wirkung, die eine Depression vorbeugt. Doch was genau soll diese Wirkung verursachen?

Wie Kaffee Depressionen vorbeugt

Depressionen entstehen durch andauernden, chronischen Stress. Dabei funktionieren bestimmte Verbindungsstellen zwischen bestimmten Nervenzellen (Synapsen) nicht mehr richtig. Folglich wird man vergesslich und ängstlich. Es gibt bereits mehrere Untersuchungen, die sich auf den Kaffeekonsum bei Depressionen beziehungsweise chronischem Stress, der zu Depressionen führt, spezialisiert haben. Dabei kamen folgende Ergebnisse heraus:

Eine Studie mit Ratten aus dem Jahre 2012 lieferte erste Ergebnisse, dass das Koffein im Kaffee Depressionen vorbeugen kann. In dieser Untersuchung wurde auf die Ratten wiederholt und unvorhersehbar Stress ausgeübt, der bei ihnen unter anderem depressives Verhalten und eine erhöhte Ängstlichkeit verursachte. Über einen längeren Zeitraum wurde den Ratten oral Koffein eingeflößt. Dieser Koffeinkonsum bewirkte ähnlich dem Antidepressivum eine antidepressive und angstauflösende Wirkung. Bei einer weiteren Studie wurden Mäuse drei Wochen lang Stress ausgesetzt, die ebenfalls entsprechende Zustände aufzeigten. Sie konnten sich schlechter orientieren und besaßen mehr Stresshormone im Blut, zudem wirkten sie freudlos und hilflos. Der Dauerstress führte bei ihnen dazu, dass an den Synapsen mehr Adenosin-Rezeptoren gebildet wurde und vor allem im Hippocampus (das Tor zum Gedächtnis) die Synapsen nicht mehr richtig funktionierten. Wurde ein bestimmtes Gen durch das Koffein blockiert, waren die Mäuse vor Depressionen geschützt. Somit könnte das Koffein maßgeblich daran beteiligt sein, Depressionen vorzubeugen.

Durch eine erste Metaanalyse wurde von chinesischen Forschern erkannt, dass sowohl bei Kaffeekonsum als auch dem Konsum von Koffein das Risiko für Depressionen sinkt. Im Schnitt sank bei dieser Analyse pro Tasse am Tag Kaffee das Depressionsrisiko um acht Prozent. Auch bei regelmäßigem Koffeinkonsum war das Risiko niedriger, jedoch sank es nicht gleichmäßig. Eine zweite Metaanalyse hatte vergleichbare Ergebnisse. Hier wurden auch die Mengen des Kaffeekonsums untersucht. Wer viel Kaffee trank, hatte eine niedrigeres relatives Risiko Depressionen zu bekommen. Bei 400 ml Kaffee täglich kam die beste schützende Wirkung gegen Depressionen zum Vorschein. Auch grüner Tee und Koffein hatten eine teils schützende Wirkung.

Kaffee zur Depressionsvorbeugung

Viele Studien legen nahe, dass durch täglichen Kaffeekonsum Depressionen vorgebeugt werden können. Jedoch unterschieden sich die Ergebnisse hinsichtlich der Substanz, die für diesen Effekt zuständig ist. So reicht in einigen Studien der alleinige Koffeinkonsum aus. Eine mögliche Antwort könnten die Adenosin-Rezeptoren darstellen, die durch Koffein blockiert werden. In anderen wirkt das Koffein erst im Zusammenhang mit dem Kaffeegetränk gegen Depressionen besser. So kann es sich auch um andere Substanzen oder das Zusammenspiel mehrerer Inhaltsstoffe handeln, welche die positive Wirkung gegen Dauerstress-bedingte psychische Störungen tragen. Eins aber steht fest: Wer jeden Tag eine gewissen Menge an Kaffee zu sich nimmt, baut eine schützende Wirkung auf, die das Risiko für Depressionen senkt.

Carolin

Carolin

Trinkt am liebsten Kaffee schwarz, um in den Tag zu starten. Nach dem Essen darf es auch gerne ein kurzer Espresso sein – am liebsten aus der Ultima Duo 2.

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