Beim Dosieren von Kaffee muss immer ganz genau hingeschaut werden. Messlöffel können den Geschmack leicht verfälschen. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie achten müssen.

Der Geschmack und die Bekömmlichkeit eines frisch zubereiteten Kaffees hängt von vielen Faktoren ab: Wie ist der Mahlgrad des Kaffees zu beurteilen? Wie viel Brühzeit gebe ich dem Kaffee und natürlich welche Qualität haben die verwendeten Bohnen? Was jedoch viele Kaffeeliebhaber gerne einmal übersehen: Auch die Dosierung des Kaffeepulvers hat einen erheblichen Einfluss auf die Kaffeequalität: Bei zu wenig Pulver schmeckt der Kaffee schnell fad und unaromatisch, zu viel Pulver kann ihn jedoch bitter als auch sauer schmecken lassen. Wir haben daher einige Tipps zusammengestellt, wie Sie Ihren Kaffee richtig dosieren können.

Messlöffel sind zu ungenau

Kauft man in einer Rösterei frische Bohnen für seinen Kaffee, so bekommt man im Glücksfall gleich noch einen Dosierlöffel mit dazu. Das ist zwar gut gemeint, muss aber nicht unbedingt von Vorteil sein – jedenfalls für den Geschmack unseres Bohnenkaffees. Denn hier liegt der Fehler im Detail: Je nach Kaffeesorte variieren Größe, Struktur und Dichte der Bohnen. Das bedeutet, dass ein Dosierlöffel der einen Sorte Kaffee viel mehr Gramm Kaffeepulver enthalten kann als der gleiche Dosierlöffel bei einer anderen Sorte. Wer daher auf Nummer sicher gehen will, sollte das Kaffeepulver lieber abwiegen, statt es mit einem Löffel abzumessen. Denn: Geht es um Kaffeepulver, so ist das Volumen leider keine Hilfe. Es kann also weder mit Löffel noch pro Tasse abgewogen werden.

Kaffeemühle mit Bohnen

Kaffee richtig dosieren: Immer auf das Gewicht achten

Wir sehen also, gute Kaffeequalität hängt unter anderem vom Gewicht ab. Das Kaffeepulver kann man am besten und genausten mit einer herkömmlichen Küchenwaage bestimmen.

Nun kommt es natürlich darauf an, für welche Kaffeesorte man sich entschieden hat und welche Zubereitungsart man bevorzugt – ob Filterkaffee, Stempelkanne, Kaffee aus dem Vollautomaten oder aus der Kaffeemaschine. Milder Kaffee verträgt gerne auch eine stärkere Dosierung, um den vollen Geschmack mit allen Aromen zu entfalten. Stärkere Sorten sollte man zu Beginn eher zurückhaltend dosieren. Hier gilt jedoch: Probieren geht über Studieren. Relativ schnell findet man seine bevorzugte Stärke und Bohne. So steht dem perfekten Kaffeegenuss nichts mehr im Weg.

Auch in Bezug auf die Zubereitungsart gibt es Vorlieben unter den Kaffeetrinkern. Die Art der Zubereitung hängt aber auch eng damit zusammen, wie man Kaffee dosieren sollte. Ein Kaffee, welcher in der Karlsbader Kanne zubereitet wird, benötigt in der Regel weniger Pulver als ein Kaffee aus einem Clever Dipper. Wem das nun alles etwas zu kompliziert wird, für den gibt es eine einfache Daumenregel, die sich je nach Geschmack abwandeln lässt: Die Special Coffee Association of Europe (SCAE) gibt als Richtwert ungefähr 60 Gramm Kaffee für einen Liter Wasser an. Umgerechnet auf eine normale Tasse Kaffee, die in der Regel circa 200 ml fasst, ergibt das 12 Gramm Kaffeepulver.

Und natürlich kann ich den Kaffee nur richtig dosieren, wenn ich drauf achte, wie viel Kaffee ich später trinken will. Logisch: Für eine Tasse Kaffee benötige ich weniger Kaffeepulver als für zehn Tassen.

Wer ein klein wenig ausprobiert, der hat nach kurzer Zeit sicher keine Probleme mehr, Kaffee richtig zu dosieren. Denn wie so oft gilt auch hier: Übung macht den Meister.

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