24. August 2018 2 min. Lesezeit Wissen

Eine Frage des guten Geschmacks

Ohne Frage: Kaffeepads sind wahnsinnig praktisch: Sie sind vorportioniert, es gibt eine große Sortenauswahl und sie sind recht günstig zu kaufen. Doch Kaffeepads und vor allem Kaffeekapseln haben auch eine ganze Reihe von Nachteilen. Sind sie dennoch eine Alternative zu frisch gemahlenem Kaffee aus der ganze Bohne? Entscheiden Sie selbst!

Welche Arten von Kaffeepads gibt es?

Schon mehr als 10 Jahre ist es her, dass das erste Kaffeepad im Laden erhältlich war. Mittlerweile gibt es eine wahre Vielfalt der Pads in unterschiedlichen Ausführungen: Im Megabeutel oder kleineren Verpackungsgrößen. Aber auch verschiedene Kaffesorten wie Caffe Crema, Mocca oder auch Cappuccino sind auf Knopfdruck zu haben. Dabei ist nicht jedes Kaffeepad auch für jede Maschine geeignet: Das klassische Softpad hat einen Durchmesser von 70 mm, besteht aus Filtervlies, das mit gemahlenem Kaffee gefüllt ist und passt in die herkömmliche Kaffeemaschine mit Padhalter. Sie liefern genau eine Tasse Kaffee. Daneben gibt es die Espressopads, die 55 mm groß sind und – wen wundert’s – für die Zubereitung einer Tasse Espresso gedacht sind. Auch sie passen in die herkömmlichen Pad-Maschinen, können aber auch in Siebträgermaschinen eingesetzt werden. Ebenfalls in diese Kategorie fallen die Kaffeekapseln, die meist aus Aluminium oder Kunststoff sind und nur in spezielle Kaffeekapsel-Maschinen passen. Auch hier bekommt man auf Knopfdruck die gewünschte Einzelportion Kaffee – zusätzlich dazu auch noch eine Menge Müll, denn da die die Kapseln nur schwer zu entsorgen bzw. zu recyceln sind, produzieren sie wahre Müllberge.

Was schmeckt besser: Kaffeepads oder frisch gemahlener Kaffee?

Kaffee ist ein empfindliches Naturprodukt. Das vergessen wir vielleicht häufig, aber spätestens bei einer Tasse bitter schmeckendem Kaffee fällt es uns wieder auf. Konkret bedeutet das nämlich, dass die Bohnen, aber ganz besonders das bereits gemahlene Kaffeepulver, mit größter Vorsicht behandelt werden müssen, damit der Kaffee sein unvergleichliches Aroma behält. Wie erinnern uns: Kaffeepads bestehen aus einem Filtervlies, das das gemahlene Kaffeepulver umschließt. Und genau hier liegt das Problem: Im günstiges Fall wird nämlich die Kaffeebohne erst kurz vor dem Brühvorgang gemahlen, damit das Pulver frisch und aromatisch bleibt. Das Pulver in den Pads dagegen ist bei der Zubereitung der Tasse Kaffee schon etwas älter und genau das kann den Kaffeegeschmack auf unschöne Weise beeinflussen. Denn gemahlener Kaffee reagiert sehr schnell mit dem Sauerstoff der umgebenden Luft und oxidiert so. Das Ergebnis: Bitterstoffe und weniger Aroma, oder andere ausgedrückt: Ein Kaffee-Super-GAU. Geschmacklich hat dieses Ergebnis nicht mehr allzu viel mit Kaffee-Genuss zu tun – da kann man auch gleich zu löslichem Kaffee greifen.

Für Diejenigen, die auf richtig guten Kaffee wert legen, kann es daher nur Einen geben: Einen frisch gemahlenen Röstkaffee. Wer dazu auch noch eine hochwertige Kaffeemühle benutzt, dem scheint das Glück mit jedem Schluck aus der Kaffeetasse entgegen. Und mal ehrlich: Sollte es uns das bisschen Arbeit nicht wer sein, wenn wir dafür nach dem Genuss eines kräftig-aromatischen Kaffees gut gelaunt in den Tag starten?

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Maximilian

Kaffee trinkt er am liebsten aus der miniBona 2: Dieser Kaffeevollautomat ist klein, kompakt und macht dabei exzellenten Kaffee. Für einen Cappuccino mit feincremigem Milchschaum ist er immer zu haben!

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