Wer nicht weiß, welche Kaffeezubereitung die richtige für seine Bedürfnisse ist, der findet hier eine passende Auswahl. Wir zeigen Ihnen 13 Zubereitungsmethoden.

Ein heißer und wohltuender Kaffee – das ist es, worauf kaum einer von uns verzichten mag. Kein anderes Getränk reicht an die Beliebtheit des Wachmachers heran. Doch welche Methode ist die richtige, um den perfekten Kaffee zu kochen? Der Markt bietet hierfür eine wahre Vielfalt an Kaffeemaschinen und Brühgeräten. Auch wenn im Grunde nur Wasser und Kaffeemehl miteinander vermischt werden, so gibt es je nach Zubereitungsvariante große Geschmacksunterschiede. Im Folgenden schauen wir uns 13 verschiedene Arten an, wie Sie Ihren perfekten, individuellen Kaffee kochen können.

Die klassische Filterkaffeemaschine

Der Filterkaffee gehört zu den beliebtesten Brühmethoden des Kaffeekochens. Laut dem Kaffeereport 2016 besitzen rund 71,8 Prozent aller Kaffeetrinker in Deutschland eine Filterkaffeemaschine. Somit steht diese mit großem Abstand auf Platz 1 und lässt aller Wettbewerber weit hinter sich. Der Filterkaffee nimmt übrigens eine Vorreiterrolle in der Automatisierung des Kaffeekochens ein. Bis in die fünfziger Jahre musste der Kaffee nämlich noch ganz klassisch von Hand gekocht werden. Mit der Erfindung der Filterkaffeemaschine und dem vakuumverpackten Kaffeemehl konnten damals alle Haushalte schnell und einfach Kaffee brühen. Alle modernen Kaffeemaschinen und Vollautomaten stellen demnach eine Weiterentwicklung der Filterkaffeemaschine dar.

Die Funktionsweise der Filterkaffeemaschine ist recht simpel. Das Gerät imitiert das Kochen des Kaffees per Hand. Dabei wird das eingefüllte Wasser mit Hilfe eines Durchlauferhitzers auf ca. 92 bis 94 Grad Celsius erhitzt. Anschließend sorgt der aufgebaute Dampfdruck dafür, dass das Wasser durch ein Steigrohr in die Filtertüte gelangt. Hier lagert das zuvor platzierte Kaffeemehl, welches nun von dem heißen Wasser durchspült wird – der Brühvorgang geht vonstatten. Auch wenn die Filterkaffeemaschine recht einfach konstruiert ist, so bieten viele Geräte einige Veränderungen an den Einstellungen an. So können Sie beispielsweise den Brühvorgang individuell anpassen. Somit regulieren Sie die Wasserzufuhr und entscheiden, wie viel Aromen aus dem Kaffeemehl gelöst werden sollen. Die Durchflusszeit des Wassers entscheidet letztendlich darüber, ob Ihr Kaffee stärker oder milder ausfällt. Als Auffangbehältnis der Filterkaffeemaschine kennen wir zumeist die klassische Glaskanne. Hier landet der Kaffee nachdem er die Filtertüte passiert hat. Die Glaskanne hat jedoch den Nachteil, dass sie den Kaffee nicht lange warmhalten kann. Zudem gehen die empfindlichen Aromen sehr schnell verloren. Neuere Maschinen nutzen daher oftmals Thermoskannen als Auffangbehältnis. Diese schützen den Kaffee besser und halten ihn länger frisch.

Die Filterkaffeemaschine eignet sich übrigens perfekt für alle Kaffeeliebhaber, die ein schnelles Ergebnis bevorzugen und einen einfachen Kaffee kochen möchten. Die anschließende Reinigung geht auch schnell von der Hand. Hinsichtlich der Wahl der Kaffeesorte muss bei den meisten Geräten auf die Arabica Bohne zurückgegriffen werden. Filterwinkel und Filterpapier sind nämlich bei vielen Maschinen genau auf diese Kaffeesorte abgestimmt.

Kaffee wird außergewöhnliche Zzubereitet

Druckbrühsysteme

Ein sogenanntes Druckbrühsystem ist ein Ableger der Filterkaffeemaschine. Dabei wird versucht, einen Espresso als Filterkaffee zuzubereiten. Das Ergebnis fällt recht ungewöhnlich aus: Es entsteht ein starker, kräftiger Kaffee. Vergleichen können Sie diesen am besten mit einem Kaffee Mokka. Das Prinzip hinter der Funktionsweise lehnt sich, wie schon erwähnt, an den Filterkaffee an. Unter Verwendung einer Kanne wird Wasser in den unteren Teil des Gerätes gefüllt. Das Kaffeemehl wird anschließend im Deckel untergebracht. Hier befindet sich ein passender Filter. Nun müssen Sie das Wasser stark erhitzen, sodass es zu einem hohen Druck und Wasserdampf kommt. Im nächsten Schritt wird das Wasser durch das Kaffeemehl gepresst. Im Gegensatz zum normalen Filterkaffee ist die Kontaktzeit von Mehl und Wasser sehr kurz. Die Bitterstoffe des Kaffees werden daher kaum gelöst und bleiben am Filter haften. Druckbrühsystem funktionieren also äußerst schnell und bieten eine passende Lösung für starke Kaffeevarianten.

Die Erfindung der Druckbrühsysteme war ein Versuch, den Menschen eine Alternative zum altbekannten Filtersystem zu bieten. Heutzutage gibt es vor allem Produkte der Firma Krups auf dem Markt – aber auch andere Hersteller bieten entsprechende Druckbrühsysteme an. Allerdings kann sich diese Methode des Kaffeekochens nicht wirklich behaupten. Daher nutzen eher wenige Kaffeetrinker ein Druckbrühsystem.

Der Geschmack eines Kaffees aus einem Druckbrühsystem ist sehr stark. Hier herrscht ein kräftiges Aroma vor. Die bevorzugte Bohnenart ist die Arabica. Je nach Vorliebe können Arabica-Kaffe und Robusta-Kaffee jedoch auch gerne miteinander vermischt werden. Lassen Sie sich einfach von Ihrem persönlichen Geschmack leiten.

Die Pressstempel-Kanne: Aroma pur

Kaffee kochen muss nicht immer langweilig sein. Die Pressstempel-Kanne, oder auch Cafétiere genannt, wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts in Frankreich erfunden. Sie bietet ihren Nutzern einen aromatischen und vollmundigen Geschmack. Alle, die starken Kaffee lieben, sind hier also genau richtig. Die Funktionsweise der Stempelkanne kombiniert grundsätzlich die Aromaextraktion und das Brühen miteinander. Hierbei wird das Kaffeemehl in der Kanne mit heißem Wasser übergossen. Dieses darf allerdings nicht mehr kochen. Zu Anfang schütten Sie einfach einen ordentlichen Schwung über das Mehl. So wird dieses gut angefeuchtet. Anschließend warten Sie rund 20 Sekunden lang und füllen erneut Wasser nach. Dieses Mal füllen Sie die Öffnung bis fingerbreit unter den Rand auf. Das Ganze muss weitere vier Minuten ziehen. Um den Kaffee nun kochen zu können, wird der Stempel mit dem Sieb aufgesetzt. Diesen drücken Sie dann leicht nach unten. Das Sieb arbeitet sich dabei Stück für Stück weiter vor und trennt Kaffee und Wasser voneinander. Somit stoppt die Extraktion der Aromastoffe. Der fertige Kaffee kann letztendlich einfach ausgeschüttet werden. Dieser sollte jedoch schnell getrunken werden, da der gläserne Schutz der Stempelkanne weder die Aromen noch die Wärme des Kaffees lange halten kann.

Die Pressstempel-Kanne eignet sich für jene, die gerne starken und kräftigen Kaffee kochen. Hier entfaltet sich das volle Aroma und alle Geschmacksnerven werden angesprochen. Da im Gegensatz zur Filterkaffeemaschine allerdings kein Filter genutzt wird, kommen im Kaffee auch die Lipide Kawheol und Cafestol vor. Dies sorgt für eine Erhöhung des Cholesterinspiegels. Als zu verwendende Kaffeesorte empfiehlt sich übrigens eine dunkle Röstung. Die Cafétiere erzielt hierbei die besten Ergebnisse. Zudem sollten Sie auf grob gemahlenes Kaffeemehl setzen. Aber natürlich kann auch hier wieder viel experimentiert werden.

Kaffee wird frisch aufgegossen

Die Cona-Kanne: Chemischer Kaffee

Die Cona-Kanne gleicht optisch einem chemischen Versuch und hat mit Kaffee kochen augenscheinlich nicht viel zu tun. Die außergewöhnliche Brühmethode stammt aus Deutschland und wurde vor allem in früheren Zeiten viel genutzt. Heutzutage dient die Gerätschaft oftmals zu Dekorationszwecken, kann aber natürlich durchaus noch zum Kochen von Kaffee eingesetzt werden. Umfassend handelt es sich hierbei um eine sogenannte Glaskolbenkaffeemaschine. Ihren Namen, Cona-Kanne, verdankt sie ihrem Hersteller.

Schauen wir uns das chemische Experiment etwas genau an, so können wir die Funktionsweise einfach erklären. Zuerst werden zwei Glaskolben passend aufeinandergesetzt. Eine Gummidichtung sorgt dafür, dass keine Luft von außen eindringen kann. Im unteren Kolben wird Wasser eingefüllt. Oben füllen Sie Kaffeemehl hinzu. Bei dieser Brühmethode können Sie mehr als die ansonsten empfohlene Menge von sechs Gramm Mehl verwenden – manche Kaffeeliebhaber nutzen hierbei bis zu zehn Gramm. Die beiden Glaskolben sind mit Hilfe eines Steigkolbens aus Glas verbunden. Um das Wasser im unteren Behältnis erhitzen zu können, verwenden die meisten Cona-Kannen einen Spiritusbrenner. Sobald das Wasser kocht, dehnt sich dieses aus. Mit Hilfe des entstehenden Drucks steigt das Wasser durch das Steigrohr hinauf zum Kaffeemehl. Nach dem Abschalten der Hitzezufuhr entsteht ein Unterdruck in der Kanne. Der Filter wird anschließend nach unten gesaugt und das „Kaffee-Experiment“ ist abgeschlossen. Nun können Sie den Kaffee ausschütten.

Die Cona-Kanne kocht Kaffee, welcher mit starken und kräftigen Aromen überzeugt. Hier können Sie täglich ein individuelles Ereignis erleben, welches Sie sicher nicht so schnell vergessen werden. Es gibt wohl kaum eine spektakulärere Zubereitungsmethode, um Kaffee zu kochen. Allerdings ist das gesamte Konstrukt sehr empfindlich und zerbricht leicht – und auch die Reinigung erweist sich als recht aufwendig.

Die unvergessliche Karlsbader Kanne

Seit mehr als 100 Jahren feiert die Karlsbader Kanne ihren Erfolg am Markt. Selbst heutzutage reißt die Produktion des Klassikers nicht ab. Das Geheimnis ihrer Erfolgsgeschichte steckt schlichtweg in ihrer Einfachheit. Der Filter der Kanne besteht nämlich aus Porzellan und beeinträchtigt den Geschmack somit in keiner Weise. In kurzer Zeit entsteht bester Filterkaffee, welcher über ein unverfälschtes Aroma verfügt.

Im Aufbau ist die Karlsbader Kanne aus vier verschiedenen Teilen konstruiert. Hierbei handelt es sich um eine Kaffeekanne, einen Deckel, einen zweiteiligen, grobmaschigen Porzellanfilter und einen Brühaufsatz. Bei Verwendung der Karlsbader Kanne sollten Sie diese sehr gut vorwärmen, da der einlaufende Kaffee ansonsten schnell abkühlt. Zu Anfang wird von oben Kaffeemehl eingeschüttet. Anschließend geben Sie heißes Wasser hinzu. So brüht der Kaffee langsam auf und die Aromen können sich entfalten. Da die Filter über sehr weite Einlassungen verfügen, muss das Kaffeemehl äußerst grob sein. Feines Mehl würde die Filter schnell verstopfen und den Wasserfluss behindern. In herkömmlichen Supermärkten ist solch grobkörniges Kaffeemehl normalerweise nicht zu finden. Ein passender Kaffeeröster hilft hier schnell und einfach weiter. Werden alle Schritte genau beachtet, so lässt sich der Kaffee gut kochen. Das Ergebnis ist ein kräftiger, unverfälschter Geschmack. Aus diesem Grund sollten Sie auch nur hochwertigen Kaffee nutzen, da der Genuss so noch intensiver wird!

Die Karlsbader Kanne erfreut sich noch heute großer Beliebtheit und wird vor allem von echten Kaffeeliebhabern genutzt. Hochwertige Röstungen können hiermit optimal ausgekostet werden.

Karlsbader Kaffeekanne

Espressokanne ohne Espresso?

In der Espressokanne wird, anders als der Name vorgibt, tatsächlich kein Espresso gekocht. Der sogenannte „Percolator“ macht sich lediglich das Prinzip des Dampfes zunutze, welches auch bei der Espressoherstellung zur Anwendung kommt. Allerdings kommt hierbei nicht der notwendige Druck zustande, um wirklich einen starken Espresso kochen zu können. Es wird also „nur“ ein normaler starker Kaffee gekocht.

Der Percolator wird aus zwei Bauteilen zusammengesetzt. Im unteren Bereich wird das Wasser eingeschüttet und ein Sieb für Kaffeemehl aufgesetzt. Das Kernstück der Espressokanne wir anschließend darauf aufgesetzt. Dieses kann mit Hilfe eines Gewindes festgeschraubt werden. Um das Wasser im Inneren nun zum Kochen zu bringen, kann der Percolator ganz einfach auf den Herd gestellt werden – ganz wie ein normaler Kochtopf. Sobald das Wasser anfängt zu brodeln, steigt Wasserdampf durch ein im Inneren befindliches Steigrohr nach oben. Dabei wird der Dampf durch das Kaffeemehl gepresst. Durch das anschließende Abkühlen verwandelt sich der Wasserdampf wieder in Wasser. Dieses verfügt nun allerdings über die gelösten Aromastoffe – der gewünschte Kaffee ist entstanden. Sollten Sie mit der Espressokanne Kaffee kochen, so müssen Sie jedoch recht vorsichtig vorgehen. Der Percolator darf nur eine bestimmte Zeit auf dem Herd stehen bleiben. Bei zu kurzer Erhitzung wird nicht das gesamte Wasser durch den Filter gepresst. Ein zu langes Verweilen sorgt hingegen dafür, dass der Kaffee überkocht. Beide Varianten wirken sich äußerst negativ auf den Geschmack aus.

Die Espressokanne liefert einen schwarzen, starken Kaffee. Auch wenn es kein Espresso ist, so besteht doch eine gewisse Ähnlichkeit. Es fehlen lediglich die entsprechende Konsistenz und die Crema. Wer allerdings aromatischen und starken Kaffee liebt, der kann sich gerne an dem Percolator ausprobieren.

Das Original: Der Porzellan-Kaffeefilter

Der Porzellan-Kaffeefilter gehörte zu den Must-haves in jedem Haushalt. Die etwas ältere Generation erinnert sich sicher noch an den Original Melitta Porzellan-Filter, den man täglich bei seinen Großeltern zu sehen bekam. Hier wurde das Aufbrühen noch manuell von Hand ausgeübt. Auf dem Herd wurde dafür ein Kessel mit Wasser erhitzt. Anschließend musste das kochende Wasser über einen Porzellan-Filter geschüttet werden, welcher wiederum auf einer Kaffeekanne stand. Die Aromen im Kaffeemehl im Inneren des Filters wurden somit aufgelöst und es entstand ein aromatischer, unvergleichlicher Kaffee. Mit dieser Brühmethode wird noch heute die Qualität von so manchem Kaffee getestet.

Bei dem Zubereiten des Kaffees sollten unter Verwendung des Porzellan-Kaffeefilters einige Dinge beachtet werden. Die Wassertemperatur muss beispielsweise zwischen 86 und 89 Grad Celsius liegen. Ähnlich wie bei der Pressstempel-Kanne müssen Sie auch hier das Kaffeemehl mit einem Schwall Wasser 20 Sekunden langen anfeuchten lassen. Anschließend schütten Sie immer wieder kleine Mengen Wasser nach. So werden Fette, Öle und Bitterstoffe optimal gelöst. Nach ungefähr fünf Minuten sollte das perfekte Ergebnis erreicht sein und Sie können einen frischen und wunderbaren Kaffee genießen.

Der Porzellan-Kaffeefilter stellt unter allen Zubereitungsarten die wohl klassischste dar. Wer es altmodisch mag, der hat hiermit genau die passende Methode für seine Bedürfnisse gefunden. Es sollten zudem nur Arabica-Kaffees genutzt werden, da die Filter genau auf diese Sorte abgestimmt wurden.

Ibrik: Althergebrachte Kaffeezubereitung

Der Ibrik stellt sozusagen den Anfang aller Kaffee-Zubereitungsarten dar. Wer Kaffee kochen wollte, der nutze seit jeher die kleine, unscheinbare Kanne. Noch heute nutzen etwa ein Drittel aller Kaffeeliebhaber diese Methode. Besonders in arabischen Ländern findet der Ibrik großen Anhang. Genau aus dieser Region stammt er auch. Gleichzeit mit der Kaffeebohne wurde die Zubereitungsart um das 16. Jahrhundert her zu uns nach Europa gebracht. Ob China, Südrussland, Türkei, Griechenland oder anderswo – die Jahrhunderte alte Zubereitungsmethode ist überall bekannt.

Das Prinzip der Zubereitung ist beim Ibrik ganz einfach. Der Topf besteht in moderner Ausführung aus Edelstahl und ist im Inneren mit Messing oder Kupfer verzinnt. Außen befindet sich ein langer Stab, welcher zum Tragen und Schwenken gedacht ist. Um nun Kaffee kochen zu können, muss lediglich Wasser mit fein gemahlenem Kaffeemehl (ca. 15 Gramm) und Zucker vermischt werden. Das Gemisch wird anschließend aufgekocht und gut durchgerührt. Sobald der Kaffee anfängt zu schäumen und nach oben steigt, kann die Kanne von der Hitzequelle genommen werden. Die meisten Ibriks fassen rund vier Tassen Kaffee. Je nach Zubereitung wird der Kaffee nach dem ersten Kochen noch ein bis zwei Mal aufgekocht. Aber Vorsicht beim Trinken: Der Kaffeesatz befindet sich noch im Kaffee – hier hilft leichtes Schlürfen!

Der Geschmack des Ibrik Kaffees – wie kann es anders sein – ist sehr exotisch, süß und zudem auch stark. Mit dieser Variante der Zubereitung wird noch ein Stück Kaffeekultur zelebriert. Es gibt viele verschiedene Rezepte. Man kann Zusätze wie Kardamom oder andere Gewürze verwenden. Je nach Kultur und Land bevorzugt jeder seinen Kaffee anders.

Verschiedene Mocca Kannen

Napoletana: Kaffee im Wendeverfahren

Die Napoletana ist eine Wendekanne und arbeitet mit einem ganz einfachen Prinzip. Schon äußerlich lässt sich dieses leicht erkennen. Die Kanne besteht aus zwei kleinen Töpfen. Diese befinden sich direkt übereinander und werden miteinander verschraubt. Am oberen als auch unteren Ende der Wendekanne befinden sich Griffe – schon hier lässt sich die Wendefähigkeit direkt erkennen. Um nun Kaffee kochen zu können, muss der untere Behälter zunächst einmal mit Wasser befüllt werden. Daher wird dieser auch Wassertopf genannt. Der obere Teil wir anschließend mit Kaffee gefüllt. Hier sitzt auch ein Metallfilter, durch welchen später das Wasser läuft. Ist die Kanne befüllt, so kann sie mit dem Wassertopf auf den Herd gestellt werden. Sobald das Wasser anfängt zu kochen, wird die Kanne einfach vom Herd genommen und auf den Kopf gestellt. Nun fließt das kochende Wasser durch den Filter mit dem Kaffeemehl. Anschließend wird die Kanne abermals gewendet und im nun leeren Wassertopf sammelt sich der gefilterte, frisch aromatisierte Kaffee. Durch den seitlichen Ausguss am Wassertopf kann dieser leicht ausgeschüttet werden – einfacher kann Kaffee wohl nicht gekocht werden.

Die Namensgebung der Napoletana ist nicht ganz klar. Mancher Ort wird behauptet, dass sie aus Neapel sei und deshalb den Namen trägt. Andere sagen wiederum, dass die Napoletana aus Frankreich stamme, aber überwiegend in Neapel benutzt wird. Die Modellvielfalt der Wendekanne ist in jedem Fall sehr ausgeprägt. Dank ihrer einfachen Konstruktion und leichten Bedienbarkeit eignet sie sich hervorragend zum Kaffee kochen. Der kräftige Geschmack des Kaffees überzeugt zudem jeden Kaffeeliebhaber und macht die Napoletana zu etwas ganz Besonderem.

Moderne Kaffeetechnik: Der Vollautomat

Der Vollautomat ist der innovative Alleskönner unter den Kaffeemaschinen. Kein anderes Gerät kann Kaffee in solch einer Vielfalt und Perfektion herstellen. Hier wird weniger Kaffee gekocht, als Kaffee „erschaffen“. Der Vollautomat muss lediglich mit Kaffeebohnen und Wasser befüllt werden und liefert anschließend auf Knopfdruck jede beliebige Kaffeekreation. Dazu gehören unter anderen Latte Macchiato, Cappuccino, Espresso und vieles mehr. Die Größe der Auswahl und die Funktionsvielfalt hängen natürlich vom jeweiligen Gerät ab.

Die Gastronomiegeräte für die Kaffeeherstellung werden immer komplexer und bieten dem Kunden immer genussvolleren und besseren Kaffee. Kein Wunder, dass sich auch immer mehr private Haushalte einen Vollautomaten leisten. Dieser zaubert mitunter genauso guten Kaffee, wie wir ihn im Café bekommen. Allerdings haben die Geräte auch ihren Preis. Ein Vollautomat kann schnell mal mehrere Hundert oder gar Tausend Euro kosten. Die ganze Technik bringt allerdings auch seine Tücken mit sich. Obwohl moderne Vollautomaten innovative Reinigungsprogramme beinhalten, welche automatisiert arbeiten, so müssen einige Teile doch individuell per Hand gereinigt werden. Kaffeereste, Ölspuren oder verkalkte Leitungen können schnell den Geschmack verfälschen. Daher muss jeder Vollautomat regelmäßig gereinigt werden – und das ganz nach seinen individuellen Vorgaben. Hält man sich allerdings an die korrekte Reinigungsvorschrift, so steht einem leckeren Kaffeegenuss nichts mehr im Weg.

Der Vollautomat hat einen großen Vorteil im Gegensatz zu herkömmlichen Kaffeemaschinen. Der Kaffee wird hier frisch aus der ganzen Bohne gemahlen. So bekommen Sie stets aromatischen Kaffee, welcher über ein Maximum an Aromen verfügt – frischer geht es kaum. Die Anschaffung lohnt sich also auf jeden Fall. Wer seinen Kaffee wie im Café genießen möchte, der muss allerdings etwas Geld investieren.

Die Espressomaschine – Kaffee der Extraklasse

Wer kennt sie nicht: die Espressomaschine. Kaum eine andere Kaffeemaschine ist so berühmt wie der wunderbare Automat, der köstlichen Espresso herbeizaubert. Doch im Gegensatz zu einem Vollautomaten muss hier noch selbst Hand angelegt werden. Dies führt nicht nur zu einiger Arbeit, sondern verhilft auch zu individuellem Geschmack. Mahlgrad, Wasser und Benutzung entscheiden maßgeblich darüber, wie der Kaffee letztendlich schmeckt. Natürlich sollten Sie vorab in ein vernünftiges Gerät investieren. Eine gute Espressomaschine ist Voraussetzung für ein erstklassiges Ergebnis. Was Sie daraus machen, bleibt selbstverständlich ganz Ihnen überlassen.

Die meisten Modelle einer Espressomaschine sind im Grunde immer gleich aufgebaut – nach bester Annahme gehen wir von einer Siebträger-Maschine aus. Diese verfügt vorne über ein abnehmbares Sieb. Hier wird das Kaffeepulver eingefüllt. Mit einem Tamper kann dieses anschließend noch fest eingedrückt werden. Letztendlich sollten in etwa sechs bis acht Gramm Espressomehl hineinpassen. Nun wird das Sieb in die Maschine eingelassen und fest verriegelt. Das Gerät erhitzt anschließend Wasser auf ca. 94 Grad Celsius. Nach kurzer Zeit wird dieses dann mit hohem Druck durch das Kaffeemehl gepresst. Das Ganze dauert ungefähr 30 Sekunden und geschieht bei acht bis zehn Bar Druck. Durch diesen Vorgang werden die Aromastoffe des Espressomehls gelöst und von dem Wasser aufgenommen. Hierbei spricht man auch von der sogenannten Extraktion. Der immense Druck sorgt währenddessen dafür, dass sich Kaffeeöle und Wasser miteinander verbinden. So entsteht der cremige und genussvolle Espresso. Die Espressomaschine gibt den schaumigen Kaffee über ein Öffnung unter dem Sieb direkt in eines kleine Tasse ab.

Eine Espressomaschine eignet sich hervorragend, um Kaffee zu kochen. Von Thermoblockmaschinen, über Einkreissystemen und Zweikreissystemen ist jede Modellvariante auf dem Markt vertreten. Welche Maschine für Sie die passende ist, erfahren Sie am besten durch ausprobieren. Eventuell fragen Sie einfach in Ihrem Lieblingscafé nach, welche Art Espressomaschine dort benutzt wird. Allerdings muss hier oftmals tief ins Portemonnaie gegriffen werden. Eine Espressomaschine kann einige Hundert oder auch Tausend Euro kosten.

Lifestyle-Kaffee aus Discs und Pads

Mit der Erfindung der Discs und Pads hat die Kaffeeindustrie genau den Nerv unserer Zeit getroffen. Die kleinen, befüllten Behälter verfügen über genau die passende Menge Kaffee, um eine leckere und aromatische Kaffeespezialität zuzubereiten. Begründer dieser Bewegung sind das Unternehmen Philips und die Rösterei Douwe Egberts. Vor ungefähr 10 Jahren dachten sich diese eine neue Methode der Kaffeezubereitung aus.

Die Pads und Discs funktionieren nach ein und demselben Prinzip. Eine eigens dafür konstruierte Kaffeemaschine nimmt ein Pad auf, durchspült dieses mit heißem Wasser und das Ergebnis ist ein schmackhafter Kaffee. Diese Methode geht äußerst schnell und verlangt kaum nach großem Arbeitseifer. Davon profitieren vor allem Singles oder kleinere Haushalte – ein echtes Lifestyle-Produkt. Da die Pads ohne das passende Gerät im Grunde nutzlos sind, lieferte Philips direkt die uns gut bekannte Senseo Kaffeepadmaschine dazu. Das Pad wird einfach in das obenliegende Fach eingesetzt. Anschließend wird dieses verschlossen. Nun wird eine bestimmte Menge Wasser von der Maschine erhitzt. In der Regel muss dieses 90 Grad Celsius erreichen. Anschließen wird mit Hilfe von einem Bar Druck das heiße Wasser durch das Pad gedrückt und fließt direkt in die unter dem Ablauf platzierte Tasse. Der Vorgang dauert rund 40 Sekunden und löst in dieser Zeit alle wichtigen Aromen aus dem Kaffeepad und vereint diese zu einem vollmundigen und aromatischen Kaffee. Das Prinzip entspricht dem einer Espressomaschine – es wird nur weniger Druck verwenden. Gerbsäure und Bitterstoffe bleiben auch hier im Filter zurück und sorgen für einen angenehmen Kaffeegeschmack.

Dsics und Pads sind mittlerweile in allen möglichen Geschmacksrichtungen erhältlich und bieten und eine wahre Vielfalt an Kaffeevariationen an. Wer es schnell und unkompliziert mag, der ist mit einer Senseo bestens bedient.

Die Welt des Kaffees: Genuss für jedermann

Jeder der Kaffee kochen möchte, der sollte sich natürlich vorab die passende Kaffeesorte aussuchen. Je nach Methode lohnt sich in jedem Fall eine Variation zwischen den einzelnen Sorten und Geschmäckern. Eine Pressstempel-Kanne wird beispielsweise am besten mit Kaffeebohnen gefüllt, welche über eine dunkle Röstung verfügen. Vollautomaten können hingegen mit jeder Bohnenart gut umgehen. Im Kaffee Partner Online Shop geben wir Ihnen hierzu stets die passenden Kaffeesorten an die Hand

Die Auswahl an Methoden für die Kaffeezubereitung ist schier unendlich. Für jeden Anspruch und Geldbeutel ist das passende dabei. Natürlich unterscheiden sich die individuellen Geschmäcker der Kaffeeliebhaber. Daher sollte jeder eine Variante passend zu seinen Bedürfnissen auswählen. Wer gerne immer den gleichen Kaffee trinkt, für den lohnt sich eine Filtermaschine. Vielfalt bietet hingegen der Vollautomat. Probieren Sie sich einfach aus und finden Sie die perfekte Kaffeemaschine, um Ihren Kaffee zu kochen.

Zum Magazin

Zurück