Kaffeesteuer

Die deutsche Kaffeesteuer

Deutschland erhebt als einer der wenigen europäischen Staaten eine Kaffeesteuer. Die Verantwortung zur Entrichtung der Kaffeesteuer liegt bei den Kaffeebauern, Verarbeitern, Verkäufern und dem Versandhandel. Bei Bestellungen aus dem Internet, muss der Käufer die Steuer selbst entrichten – hier muss also aufgepasst werden! Die Steuer fällt an, wenn der Kaffee an einen Endverbraucher abgeführt wird. Die Kaffeesteuer beträgt derzeit 2,19 Euro pro Kilogramm Röstkaffee. Die Steuer für löslichen Kaffee fällt mit 4,18 Euro pro Kilogramm etwas höher aus. Handelt es sich um eine Mischvariante der beiden Sorten, bestimmt sich der Steuersatz nach den jeweiligen Anteilen.

Kaffeesteuer ohne Ausnahmen

Die Kaffeesteuer ist korrekt abzuführen. Es gibt keine Geringfügigkeitsgrenze für die Abgabe kleinerer Mengen. Die Kaffeesteuer fällt bereits ab einem Gramm verkauften Kaffee an. Verbraucher müssen sich niemals um die Kaffeesteuer kümmern. Die Einfuhr von Kaffee zum persönlichen Gebrauch ist innerhalb der EU steuerfrei. EU-Bürger dürfen bis zu zehn Kilogramm Kaffee pro Person einführen. Die Einfuhr von Kaffee aus dem Ausland akzeptiert der Zoll beim Flug- und Seeverkehr bis zu einer Grenze von 430 Euro pro Person.

Zölle auf Kaffee

In der EU wird seit einigen Jahren kein Zoll mehr auf koffeinhaltigen Rohkaffee erhoben. Sobald Rohkaffee entkoffeiniert ist, gilt ein Zollsatz von 8,3 Prozent. Der Zoll für koffeinhaltige Röstkaffees beträgt 7,5 Prozent, der für entkoffeinierten Röstkaffee neun Prozent. Für Essenzen, Konzentrate und Auszüge aus Kaffee gilt ein Satz von neun Prozent. Der Import von Kaffee aus verschiedenen Herkunftsländern ist zollfrei. Dies richtet sich nach den jeweiligen Präferenzabkommen und muss im Einzelfall nachgeschlagen werden.

Eine traditionsreiche Steuer

Die Geschichte der Kaffeesteuer begann im 17. Jahrhundert. Der deutsche Staat bemerkte einen rasanten Anstieg des Kaffeekonsums und beschloss daraufhin eine Kaffeesteuer. Die aktuelle Kaffeesteuer fußt auf einer Verbrauchssteuer, die im Sommer 1948 durch die Briten und Amerikaner eingeführt wurde. Wenngleich die Einnahmen ursprünglich an die Besatzer gingen, führen die Bundesbürger sie heutzutage an die Bundesregierung ab. Der immense Kaffeekonsum führt dazu, dass der deutsche Fiskus von erheblichen Steuereinnahmen profitiert.

Alle Fakten im Überblick

Die deutsche Kaffeesteuer ist für so manch einen ein Ärgernis. Der Staat erhebt pro Kilogramm Röstkaffee 2,19 Euro und pro Kilogramm löslichem Kaffee 4,78 Euro. Der deutsche Staat erhält hierdurch über eine Milliarde Euro pro Jahr. Die Kaffeesteuer ist nicht in Büsingen und auf Helgoland zu entrichten. Aus dem Ausland dürfen bis zu zehn Kilogramm Kaffee zum persönlichen Gebrauch eingeführt werden. Ob versteuert oder nicht: Die Zubereitung von Kaffee gelingt am besten mit einem Kaffeevollautomat von Kaffee Partner.

Zurück