Cappuccino selber zubereiten – So geht’s!
Sie bestellen im Café gerne Cappuccino und möchten diese Kaffeevariation auch Zuhause zubereiten? Kein Problem: Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt die Zubereitung eines Cappuccinos.
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Kurze Fakten zum Cappuccino
- Entstanden aus der österreichischen Kaffeespezialität „Kapuziner“.
- In drei einfachen Schritten herzustellen.
- Besteht aus einem Teil Espresso und zwei Teilen Milch bzw. Milchschaum.
- Die Kalorien eines Cappuccinos variieren je nach verwendeter Milch und liegen zwischen 70 und 150 Kalorien.
- Italiener trinken Cappuccino traditionell vormittags.
Woher kommt der Cappuccino?
Wer glaubt, dass der Cappuccino eine rein italienische Kaffeespezialität ist, der liegt nicht ganz richtig. Die Ursprünge des Getränks liegen in Österreich. Der Cappuccino, wie wir ihn heute kennen, ging aus einer Wiener Kaffeespezialität hervor, dem sogenannten „Kapuziner“. Dieser besteht aus Mokka und flüssiger Schlagsahne. Seinen Namen verdankt der „Kapuziner“ der typischen hellbraunen Färbung, denn diese erinnert an die Ordenstracht der Kapuzinermönche. Auf deutsch heißt das verwandte Wort „cappuccio“ übrigens Kapuze oder Haupe, was wieder mit der Mönchskutte in Verbindung gebracht werden kann. Während des Ersten Weltkriegs brachten österreichische Soldaten ihre Spezialität nach Italien. Hier wurde der „Kapuziner“ zum „Cappuccino“ weiterentwickelt und verfeinert. Der Name „Cappuccino“ leitet sich von dem Namen des Ursprungsgetränks „Kapuziner” ab. Weltweit wird in Cafés heute üblicherweise die italienische Variante des Cappuccinos serviert.
Wann wird Cappuccino getrunken?
In Italien wird der Cappuccino meistens zum Frühstück getrunken. Gerne tunken die Italiener dabei Hartgebäck wie Zwieback oder Cantuccini in ihr Getränk. Hierzulande wird die Kaffeespezialität den ganzen Tag über getrunken. Beispielsweise zum Start in den Tag aber auch gerne am Nachmittag bei Kaffee und Kuchen.
Auch gut zu wissen: Kenne Sie den Unterschied zu einem Latte macchiato? Finden Sie hier alles zu den Unterschieden der Kaffeespezilitäten.
Wie wird ein Cappuccino zubereitet?
Cappuccino braucht wie ein Latte macchiato oder Flat White nur zwei Zutaten, aber ein etwas anderes Mischverhältnis und Milchschaumkonsistenz. In den folgenden Schritten erklären wir, wie Sie am besten vorgehen.
Auf einen Blick
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Kaffeepulver
7-9 g -
Wassermenge
25-30 ml -
Wassertemperatur
92-96 °C -
Brühzeit
30 Sek. -
Mahlgrad
sehr fein -
Milch
150 ml
Zutaten
- Kaffeebohnen
- Wasser
- Milch
Utensilien
- Milchaufschäumer
- Siebträgermaschine oder Kaffeevollautomat
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01
Espresso zubereiten
Bereiten Sie einen Espresso zu und gießen Sie ihn in eine dickwandige Tasse mit etwa 180-200 ml Füllvolumen ein. Das beste Ergebnis bekommen Sie, wenn die Tasse vorgewärmt ist. Die Kaffeebohnen sollten sehr fein gemahlen sein und bei einer Wassertemperatur von 92-96 Grad gebrüht werden. Dabei beträgt die Brühzeit ca. 30 Sekunden. Mit einem Kaffeevollautomaten passiert dies automatisch in einem Rutsch. Wie Sie einen Espresso zubereiten, erfahren Sie in unserem Espresso-Artikel.
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02
Milch aufschäumen
Schäumen Sie etwa 150 ml Milch mit einem Milchaufschäumer auf. Vorher die Milch erwärmen. Aufpassen bei der Temperatur: Sie darf 65 bis 70 Grad nicht übersteigen. Sonst zerfällt der Schaum und die cremige Konsistenz geht verloren. Wenn Sie eine Dampflanze nutzen entfällt das Aufwärmen. Dies geschieht durch den heißen Dampf. Auch hier darf die Milch nicht zu heiß werden. In unserem Artikel zum Thema Milchschaum finden Sie eine hilfreiche Anleitung. Der Milchschaum ist fertig, wenn sich das Volumen in etwa verdoppelt hat und er schön feinporig ist. Wie viele Kalorien ein Cappuccino hat, hängt vom Fettanteil der verwendeten Milch ab. Daher kann ein Cappuccino zwischen 70 und 150 Kalorien haben.
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03
Milch & Espresso zusammenfügen
Geben Sie den Milchschaum zeitnah nach dem Aufschäumen in die Tasse mit dem Espresso. Füllen Sie so viel ein, dass der Milchschaum leicht über den Rand guckt. Durch die Verdoppelung bleibt sehr wahrscheinlich noch Milchschaum übrig. Wenn Sie ein Kännchen nutzen, kann beim Eingießen mit der richtigen Geschwindigkeit und Technik kunstvolle „Latte Art“ in die aufsteigende Crema des Espressos gezaubert werden. Dazu haben wir untenstehend ein Video verlinkt.
Diese Kaffeeart brauchst du für deinen Cappuccino
In einem original Cappuccino ist ein Espresso enthalten. Um ein besonders leckeres Geschmackserlebnis zu erhalten, ist die Wahl der Espressobohne wichtig. Bestenfalls wird eine Mischung aus Arabica- und Robustabohnen verwendet. Es gibt aber auch geschmackvolle Varianten, die nur aus Arabicabohnen bestehen. Wie du den Espresso zubereitest, ist dir überlassen.
Mögliche Zubereitungsweisen für einen Espresso:
Gut zu wissen: Der Name Espressokocher ist etwas irreführend. Mit einem Espressokocher kann lediglich sehr starker Kaffee, aber kein Espresso zubereitet werden. Dieser kann als Alternative genutzt werden, wenn keine Siebträgermaschine oder ein Kaffeevollautomat vorhanden ist. Erfahren Sie mehr darüber in unserem Espressokocher-Artikel.
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Kaffeebohnen-Empfehlung
Welche Milch ist die richtige für einen Cappuccino?
Grundsätzlich kann jede Art von Milch für einen Cappuccino verwendet werden. Ausschlaggebend jedoch ist der Eiweiß- und Fettgehalt der Milch oder Milchalternative. Je höher der Proteingehalt desto besser lässt sie sich schäumen. Das enthaltene Fett ist ein wichtiger Geschmacksträger und sorgt für die Cremigkeit. So trägt Eiweiß und Fett zum optischen Erscheinungsbild des Cappuccinos bei. Das Mischverhältnis von Espresso zu Milch/Milchersatz sollte in etwa bei 1:2 liegen. Welche Milchalternative aus unserer Sicht gut geeignet ist, erfahren Sie in unserem Test.
Bei der Zubereitung verbindet sich ein Teil des Milchschaums mit dem Espresso. Der Rest bildet den leckeren Milchschaum oder die Milchkrone. Übrigens ist ein relativ flüssiger Milchschaum kein Zubereitungsfehler, sondern die typisch italienische Zubereitungsart. Durch die Konsistenz schaffen es geübte Barista kleine Bildchen in die aufsteigende Crema zu zaubern. Die sogenannte „Latte Art“ beim Cappuccino erfordert allerdings etwas Übung. Mit Geschick und Training werden aber auch Sie bald kleine Milchschaumbilder erstellen können. Unser Tipp: Die Herzform ist der schnellste Weg zum Erfolgserlebnis.