6. Februar 2019 4 min. Lesezeit Wissen

Die Crema des Espressos

Ein italienischer Espresso hat viele Fans. Kein Wunder, schließlich schmeckt die kleine Kaffeespezialität einfach lecker und tut gut – egal, ob nach einem ausgiebigen Essen oder zwischendurch als Wachmacher. Doch was wäre ein Espresso ohne die feine Crema, die sowohl optisch als auch geschmacklich zum genussvollen Moment beiträgt?

Die charakteristische Schaumkrone gilt als Markenzeichen und Qualitätskriterium des Espressos. Hier lassen sich vielerlei Hinweise auf die Qualität des Kaffeegetränks finden. Dabei spielen nicht nur Optik und Geschmack eine Rolle, auch die Konsistenz ist von großer Bedeutung. Die Herstellung einer perfekten Schaumschicht ist eine hohe Kunst, die viel Erfahrung und Fachwissen erfordert. Doch woran erkennt man überhaupt eine gelungene Crema? Und wie lässt sie sich selbst zubereiten?

Merkmale einer perfekten Crema

Bereits auf den ersten Blick lassen sich viele Merkmale der perfekten Crema erkennen. Sie sollte von der typischen Farbe sein: Haselnussbraun bis Dunkelbraun. Meist ist die Farbe etwas getigert, sodass Lichtreflexe auf der Oberfläche entstehen. Von der Struktur her ist der Schaum gleichmäßig fein und dicht. Es sind keine größeren oder kleineren Blasen zu sehen. Die 2 bis 4 Millimeter dicke Schicht bildet die oberste Lage des Getränks. Eine gute Crema fällt nicht so schnell in sich zusammen und hält 2 bis 4 Minuten ihre Form. Erst beim Unterrühren vermischt sie sich mit den anderen Schichten. Dieses Vermischen ist besonders wichtig, denn erst so entsteht der typische Geschmack des Espressos.

Die Qualität einer Crema lässt sich mit einem einfachen Trick selbst überprüfen. Geben Sie einen Kaffeelöffel Kristallzucker auf die Schaumkrone ihres Espressos. Bevor Sie umrühren, beobachten Sie den Zucker. Versinkt der Zucker sofort, ist die Crema von schlechter Qualität oder gar eine Fälschung. Bleibt der Zucker hingegen drei bis fünf Sekunden zu sehen und schließt sich die Schaumschicht im Anschluss wieder, freuen Sie sich auf einen besonderen Kaffeegenuss. Die Crema ist von perfekter Konsistenz, sodass dem aromatischen Geschmack eines Espressos nichts im Weg steht.

Voraussetzungen für eine optimale Crema

Um den Espresso mit der perfekten Schaumkrone zu krönen, sollte man bei der Wahl der Zutaten und des Equipments Wert auf Qualität legen. Grundsätzlich eignen sich Robusta Bohnen besser für die Zubereitung, da diese von Natur aus weniger Fett enthalten und so mehr Crema bilden. Die meisten Espressomischungen enthalten deswegen einen Teil Robusta-Bohnen. Diese sollten nicht zu frisch geröstet sein. Direkt nach der Röstung ruhen Espressobohnen, damit sie ausgasen können. Großen Einfluss auf die Qualität des Espressos hat der Mahlgrad. Ist er zu fein wird der Schaum zu dunkel und zu bitter. Ist der Mahlgrad zu grob, wird der Espresso wässrig.

Ohne die passende Ausrüstung kann der Barista selbst aus besten Zutaten keine gute Crema zaubern. Mit einer einfachen Filterkaffeemaschine ist kein Espresso herstellbar, da der nötige Druck fehlt. Optimalerweise liegt der Druck bei 9 Bar. Auch die Wassertemperatur sollte zwischen 90 und 95 Grad liegen, um beste Ergebnisse zu erzielen. Profis arbeiten mit Siebträgermaschinen, die nicht einfach zu bedienen sind und jede Menge Erfahrung erfordern. Deutlich einfacher gelingt der Espresso mit einem Kaffeevollautomaten von Kaffee Partner. Sobald der Espresso aus der Maschine läuft, sollte dies in einem dünnen, gleichmäßigen Strahl erfolgen. Dann ist eine schmackhafte Crema nahezu garantiert. Aber Vorsicht mit bei anderen Kaffeemaschinen – es gibt Geräte, die lediglich eine mit Luft aufgeschäumte Oberfläche erzeugen.

Fehler vermeiden

Für den optimalen Espresso ist einiges an Erfahrung erforderlich. Gelingt die Schaumschicht nicht auf Anhieb, haben Sie vielleicht einen falschen Mahlgrad gewählt, oder das Wasser hatte nicht die richtige Temperatur. Vielleicht stimmte auch der Druck nicht, mit dem das Wasser durch das Kaffeepulver gepresst wurde. Viele Faktoren spielen bei der Zubereitung der perfekten Crema eine wichtige Rolle. Wenn Sie sich intensiver mit der vielfältigen Welt des Kaffee befassen möchten, durchstöbern Sie doch einfach unseren Kaffee-Guide. Mit einem Kaffeevollautomaten von Kaffee Partner erleben Sie bei der Zubereitung eines Espressos keine bösen Überraschungen. Auch ohne Barista Ausbildung können Sie somit einen leckeren Espresso mit feiner Crema genießen.

Avatar von Thorsten

Thorsten

"Ein guter Kaffee am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen." So seine Devise. Ab und zu darf es auch ein Schuss Milch in den Kaffee sein - am liebsten als feincremiger Milchschaum wie aus der Crema Duo.

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