Wissen15. November 20224 Min. Lesezeit

Der Ursprung des Kaffees: Wo kommt Kaffee her?

Kaffee ist heutzutage allerorts vorzufinden. Doch woher stammt der Kaffee ursprünglich und wie wurde er zu dem Kultgetränk, das er heute ist?

Kaffee das Kultgetraenk auf dem Tisch

Die zentralen Fakten zur Geschichte des Kaffees

  • Der Ursprung des Kaffees liegt in Äthiopien 
  • Ab 1530 wurden die ersten Kaffeehäuser gegründet – in Damaskus und Aleppo 
  • Ab 1615 verbreitet sich Kaffee in Westeuropa
  • Ende des 17. Jahrhunderts werden Kaffeepflanzen erfolgreich in Treibhäusern gezüchtet 
  • Der Kaffeekonsum liegt mittlerweile bei 167 Millionen Sack Kaffee à 60 Kilogramm
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Wo liegt der Ursprung des Kaffees? 

Um die Geschichte des Kaffees kennenzulernen, machen wir uns auf eine Reise weit zurück in die Vergangenheit. Es gibt einige Legenden um die Geschichte des Kaffees, dies ist eine davon:  
Einer Legende nach findet die Kaffeepflanze seinen Ursprung in Abessinien, dem heutigen Äthiopien. Etwa um das Jahr 850 herum hatte dort ein Hirtenjunge die Entdeckung gemacht, dass seine Ziegen lebhafter wurden, nachdem sie eine bestimmte Sorte Beeren aßen: die Kaffeekirschen. Daraufhin haben Mönche die Kaffeekirschen gekostet, doch der Geschmack war ihnen zu bitter. Sie warfen die Kirschen ins Feuer und es breitete sich ein schmackhafter Duft aus. Mit neuer Neugierde betrachteten die Mönche die geröstete Kaffeebohne und bereiteten damit einen Aufguss zu. Sie sahen es als ein Geschenk Gottes an, da ihnen das Getränk durch seinen Koffeingehalt half, während des Gebets wach zu bleiben. Somit sind die Mönche durch Zufall bereits zu Beginn der Kaffeegeschichte auf die richtige Zubereitung der Kaffeekirsche gestoßen: das Rösten der Kirschen für einen anschließenden Aufguss. 

Seit wann wird Kaffee getrunken?

Im 14. Jahrhundert kam der Kaffee nach Arabien

Der nächste große Schritt der Geschichte des Kaffees kam im 14. Jahrhundert. Durch Sklavenhändler soll der Kaffee von Äthiopien nach Arabien transportiert worden sein und wurde dort voller Begeisterung unter der Bezeichnung „Wein des Islam“ von den Persern aufgenommen. Gläubigen Moslem ist der Weinkonsum untersagt und somit bot ihnen die anregende Wirkung des Kaffeegetränkes eine gute Alternative. Die Bezeichnung Kaffee stammt von dem altarabischen Wort Qahwah ab, welches „das Erregende“ bedeutet und die Wirkung des koffeinhaltigen Getränkes beschreibt.  

Erste Kaffeehäuser entstanden im 16. Jahrhundert

In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts eroberte Kaffee das arabische Großreich über Mekka und Medina, bis es 1510 auch Kairo erreichte. Es folgte das Osmanische Reich Anfang des 16. Jahrhunderts. Auch Arabien, Kleinasien, Syrien, Ägypten sowie das südöstliche Europa waren im Bann des Kaffees. In den Jahren 1530 und 1532 fand schließlich auch die Geschichte der Kaffeehauskultur seinen Ursprung: Hier wurden die ersten Kaffeehäuser in Damaskus und Aleppo gegründet.

Anfang des 17. Jahrhunderts kam Kaffee nach Westeuropa

1615 wurde der Kaffee durch venezianische Kaufleute nach Westeuropa gebracht, wo sich das Genussmittel rasant ausbreitete und die Gründung weiterer Kaffeehäuser zur Folge hatte. Durch das Getränk profitierte vor allem das geschäftstüchtige Bürgertum, weil es als Ernüchterungsgetränk half. Holländische und englische Seefahrer verbreiteten die Kaffeepflanze in ihren Kolonien auf der ganzen Welt. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts wurden erfolgreich erste Kaffeebäume in Treibhäusern gezüchtet. Ludwig der XIV erhielt 1714 einen solchen Kaffeebaum als Geschenk.

Mit der industriellen Produktion stieg der Kaffeekonsum im 18. Jahrhundert an

Der Kaffeekonsum stieg im Jahre 1750 exponentiell an. Wurde bis zu Beginn der Entdeckung der Kaffee noch im Haus von jedermann selbst geröstet, so kam eine Wendung der Geschichte des Kaffees mit der industriellen Produktion.  Aufgrund der Massen­produktion von Kaffee auf Plantagen in Südamerika und die steigende Kauf­kraft der Arbeiterschicht, wurde Kaffee der breiten Masse zugänglich.

1881 wurde der erste lösliche Kaffee in Pulverform vom Franzosen Alphonse Allais erfunden und als Patent angemeldet. Etwas später im Jahre 1938 hat sich Nestlé dessen angenommen und begann mit der kommerziellen Vermarktung des löslichen Kaffeepulvers, des sogenannten Instantkaffees.  

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts liegt Brasilien auf Platz eins der größten Kaffeeproduzenten der Welt. Daneben gehören auch Zentralamerika sowie die Tropengebiete Asiens zu den größten Kaffeeproduzenten.  

Kaffee wird zur Massenware

Die Geschichte des Kaffees reicht bis weit in die Vergangenheit zurück: Eine spannende Reise führte die Kaffeebohne aus Äthiopien einmal um die Welt und machte das daraus resultierende Heißgetränk zu einem Kultgetränk, so wie wir es heute kennen. Leider galten die Kaffeebohnen damals als Luxusgüter, heutzutage kann sich weltweit so gut wieder jeder Kaffee leisten. Trotzdem steigt die Bereitschaft, für hochwertige Kaffeebohnen und -geräte mehr Geld zu investieren – die Qualität steht zunehmend im Vordergrund. Vor allem in den letzten Jahrhunderten ist der Kaffeekonsum um ein Vielfaches auf rund 167 Millionen Sack Kaffee à 60 Kilogramm (Stand 2022/23) gestiegen. Diese hohe Zahl besagt, dass der Kaffee auf Platz zwei der wichtigsten Handelsgüter ist – direkt nach Erdölprodukten.  

Inzwischen ist Kaffee in einer Vielfalt an Sorten erhältlich, wodurch jeder seinen persönlichen Lieblingskaffee finden kann.

Meike

Damit alle Kaffee-Partner-Mitarbeiter ein umfangreiches Grundwissen über Kaffee haben, schult Meike Mehring die Kollegen bereits seit 2012 regelmäßig. Sie ist ausgebildete Kaffeesommelière und weiß, worauf es bei einem guten Kaffee ankommt.