Wissen15. August 20182 Min. Lesezeit

Die Geschichte des Türkischen Kaffees

Wenn Sie in der Türkei schon einmal Kaffee getrunken haben, dürften Sie festgestellt haben, dass sich dieser sowohl in seiner Zubereitungsart als auch in seinem Geschmack von unserem Kaffee unterscheidet. Warum das so ist, lesen Sie in diesem Artikel.

Türkischer Kaffee serviert

Türkische Kaffeekultur

Wie historische Schriftstücke belegen, wurde das erste Kaffeehaus in Persien eröffnet, noch bevor das aromatische Heißgetränk seinen Siegeszug durch Syrien, Ägypten und Kleinasien feierte. Durch die Ausbreitung des Osmanischen Reiches waren es jedoch später die Türken, die den Kaffee bis nach Südosteuropa brachten. Wurde er 1554 bereits in Konstantinopel geschlürft, so sollte seine Popularität in den folgenden Jahrhunderten noch ungeahnte Dimensionen annehmen.

Die Geschichte des Kaffees – von Äthiopien über den arabischen Raum bis nach Europa

Als Ursprungsregion der Kaffeebohne gilt das heute in Äthiopien liegende Königreich Kaffa, denn hier fanden die roten, am Strauch wachsenden Früchte bereits im 9. Jahrhundert Erwähnung. Verzehrt wurden die bitteren Bohnen aufgrund ihrer belebenden Wirkung, allerdings roh und ohne weitere Zubereitung. Erst später wurde dazu übergegangen, die Bohnen in einer Eisenpfanne zu rösten und mit einem Mörser zu zermahlen. Darauf folgte das Aufkochen mit Zucker und Wasser in einem Tonkrug, dem sogenannten Jabana. Nachdem der Kaffee durch Sklavenhändler im 14. Jahrhundert bis nach Arabien gelangt war, verbreitete er sich ausgehend von der Hafenstadt Al Mukha im Jemen, dem auch als Mocha oder Mokka bezeichneten Handelszentrum im arabischen Raum. Vor allem seit Mitte des 15. Jahrhunderts wurde der Kaffeegenuss in Mekka und Medina und fortan im gesamten arabischen Großreich zunehmend beliebter. Da sich das Osmanische Reich immer weiter bis nach Syrien, Jemen und Ägypten ausbreitete, sollte es auch nicht lange dauern, bis die Türken das anregende, in ihrem Sprachgebrauch „khave“ genannte Getränk für sich entdeckten. Die Anbauregionen lagen seither in osmanischer Hand, sodass sich die Kaffeebohnen im gesamten Herrschaftsgebiet des Osmanischen Reichs bis nach Südosteuropa verbreiteten. Waren zu Beginn des 17. Jahrhunderts bereits erste Kaffeelieferungen in den großen Hafenstädten Europas zu verzeichnen, so entwickelte sich ein regelmäßiger Handel mit den beliebten Bohnen ab 1650.

Als Ursprungsregion der Kaffeebohne gilt das heute in Äthiopien liegende Königreich Kaffa.

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Wie der türkische Kaffee Wien eroberte

Auch Wien musste nicht mehr lange auf den ersten Kaffee warten, denn dieser gelangte vermutlich im Jahr 1683 durch die türkische Belagerung nach Österreich. Wie eine Legende besagt, soll ein Pole namens Georg Kolschitzky nach der Niederlage der Osmanen einen Teil der zurückgebliebenen Kaffeebestände vor dem Verbrennen gerettet und das erste Kaffeehaus Wiens eröffnet haben. Abgeseiht und mit Milch serviert, war die Wiener Melange geboren. Über die Jahrhunderte hinweg haben sich vom äthiopischen Aufguss bis zu den heute verbreiteten Kaffeevarianten unterschiedliche Zubereitungsweisen entwickelt, die unter anderem beim türkischen Mokka unverändert blieb. Dieser wird meist mit Zucker und seltener auch mit etwas Rosenwasser getrunken, während beim arabischen Mokka Zimt oder Nelken sowie Kardamom nicht fehlen dürfen.

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Andreas

Der Morgen startet für ihn am liebsten mit einem Café au Lait XL aus der BARISTA Ultima: Darin steckt genau die richtige Mischung aus leckerem Kaffee und cremigen Milchschaum. Das stillt auch den etwas größeren Kaffeedurst.