15. August 2018 4 min. Lesezeit Trends

Die Kaffee-Socke: Kaffee für die Füße?

Kaffee ist nicht nur seit vielen Jahrhunderten ein beliebtes Heißgetränk, er wurde auch schon immer als vielseitiges Hausmittel verwendet. Bei der Fußpflege beispielsweise hat sich der Kaffeesatz als günstiges und effektives Peeling bewährt. Doch damit ist das Potential des Kaffees für die Pflege der Füße noch lange nicht ausgeschöpft. Ein amerikanisches Start-up entwickelte vor einigen Jahren die sogenannte Kaffee-Socke. Diese soll Abhilfe bei einem leidlichen Thema schaffen: Schweißfüße und Fußgeruch. Doch was verbirgt sich hinter der innovativen Kaffee-Socke und wie ist der Trend einzuschätzen?

Mit der Kaffee-Socke gegen schlechte Gerüche

Kaffee selbst hat einen sehr aromatischen Geruch. Frisch gemahlenes Kaffeepulver ist für viele ein wahrer Genuss und beim Aufbrühen eines Kaffees verbreitet sich das typische Aroma im ganzen Raum. Kein Wunder also, dass Kaffee verwendet wird, um schlechte Gerüche zu binden oder sie durch den Duft des Kaffees zu übertrumpfen. Bewährt hat sich Kaffeepulver zum Beispiel im Kühlschrank. Hier bindet frisch gemahlenes Kaffeepulver unangenehme Gerüche und verbreitet stattdessen seinen aromatischen Duft. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis ein innovativer Forscher auf die Idee kam, Kaffee als Waffe gegen Schweißfüße einzusetzen. Das Start-up „Ministry of Supply“ wagte den ersten Schritt und bereitete dem Kaffee den Weg zu den Füßen.

Kaffee in der Textilindustrie

Um Kaffee und seine positiven Eigenschaften auch in der Textilindustrie zu nutzen, fehlte es nur noch an der optimalen Technik zur Einarbeitung des Kaffees in die Textilfasern. Drei Studenten aus Bosten tüftelten und experimentierten, bis sie auf die Idee kamen, karbonisierten Kaffee in das Gewebe zu integrieren. Beim Karbonisieren wird der Kaffee verkohlt und ihm Fett entzogen. Deswegen riecht die Kaffee-Socke leider auch nicht nach aromatischem Kaffee. Trotzdem wirken die geruchsbindenden Eigenschaften des Kaffees in der Kleidung.

Die Kaffee-Socke gegen Schweißfüße

Damit der Kaffee optimal gegen Schweißfüße wirken kann, spielt die Zusammensetzung der Kaffee-Socke (auch Atlas Socke genannt) eine wichtige Rolle. Zu 40 % besteht diese Socke aus Baumwolle, zu 20 % aus Elasthan. Die restlichen 40% bestehen aus recyceltem Polyester. Hier wird der karbonisierte Kaffee mittels „3D Knitting“ in das Polyester integriert. Aufgrund der besonderen Zusammensetzung kann die Kaffee-Socke dreimal so viel Feuchtigkeit aufnehmen wie eine Socke aus Baumwolle. Kein Wunder, dass die innovative Technik inzwischen auch bei Sport- und Funktionskleidung verwendet wird.

Erobert die Kaffee-Socke den Markt?

Über die Crowdfunding Plattform Kickstarter finanzierten die Entwickler die Produktion der Kaffee-Socke. Tatsächlich kam durch die Aktion wesentlich mehr Geld zusammen, als zunächst erhofft. Seit ein paar Jahren gibt es die Kaffee-Socken nun im Handel. Richtig durchsetzen konnte sie sich allerdings nicht. Dies mag zum einen am höheren Preis liegen. Außerdem ist nicht klar, wie lange der Effekt des Kaffees anhält. Schließlich sollte selbst eine Kaffee-Socke hin und wieder gewaschen werden. Wie bei einem guten Kaffee gilt wohl auch bei den Kaffee-Socken: Probieren geht über Studieren. Mit einer leckeren Tasse Kaffee aus einem Vollautomaten von Kaffee Partner macht das Testen noch mehr Spaß.

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Maximilian

Kaffee trinkt er am liebsten aus der miniBona 2: Dieser Kaffeevollautomat ist klein, kompakt und macht dabei exzellenten Kaffee. Für einen Cappuccino mit feincremigem Milchschaum ist er immer zu haben!

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