Mit einem Vollautomaten auch in den eigenen Büroräumen den perfekten Kaffee genießen. Doch bei fehlender oder falscher Pflege verschwindet dieser Genuss schnell wieder.

Wer als Kaffeetrinker genau die ideale Sorte für sich gefunden hat, möchte sie auch lange Zeit entspannt genießen können. Doch schon nach wenigen Wochen kann der Geschmack nachlassen, wenn ein wichtiger Faktor unbeachtet bleibt: Mit jeder Verwendung der Kaffeemaschine bleiben Rückstände. Werden sie nicht entfernt, kann dies den Geschmack trüben. Deshalb sollte einer regelmäßigen Reinigung der Siebträgermaschine mindestens genauso viel Aufmerksamkeit entgegengebracht werden wie der Auswahl der richtigen Kaffeesorte.

Kaffee-Vollautomaten gehören genauso zu den Küchengeräten, in denen Nahrung zubereitet wird, wie Wasserkocher oder etwa ein Sandwichmaker – auch wenn die Automaten inzwischen nicht mehr nur in der Küche vorzufinden sind. Entsprechend entstehen in der Maschine Ablagerungen von Milch, Wasser oder Kaffeeresten. So müssen auch die Siebträgermaschinen regelmäßig gereinigt werden, damit sie weiterhin ohne Bedenken benutzt werden können und mit der Zeit keine geschmacklichen Veränderungen auftreten. Mit einer korrekten und gründlichen Reinigung der Siebträgermaschine werden lösliche Partikel und Öle aus der Maschine entfernt, die sich dort durch die Zubereitung von Kaffee angelagert haben. Dieser Vorgang sollte etwa einmal wöchentlich vonstattengehen. Jedoch reicht es nicht, die Maschine nur grob zu säubern. An einigen Stellen bedarf es etwas mehr Aufwand, damit der Vollautomat noch lange Zeit seine treuen Dienste erweisen kann. Die Reinigung der Siebträgermaschine sieht dann folgendermaßen aus:

Holzschild "Drink Coffee"

Reinigung vor und nach jeder Nutzung

Während die ausführliche Grundreinigung der Siebträgermaschine nur einmal die Woche gemacht werden muss, gibt es durchaus auch einzelne Teile an der Siebträgermaschine, die am besten nach jeder Nutzung oder einmal am Tag gesäubert werden sollten. Hierzu zählen hauptsächlich die Milchschaumdüse, das Sieb sowie der Wassertank. Wer seinen Espresso schön cremig mag, der benutzt auch gerne die Milchschaumdüse zum Aufschäumen der Milch. Um die Milchreste zu entfernen, wird die Milchschaumdüse – oder auch Dampflanze genannt – am besten direkt nach der Benutzung gereinigt. der Vorgang der Milchsystemreinigung kostet kaum Zeit und Aufwand und erspart Ihnen angetrocknete Milchrückstände in Ihrem Espresso, beziehungsweise das Entfernen dieser aus der Dampflanze. Kommt es doch mal vor, dass sich Milchrückstände gebildet haben, kann die Dampflanze eingeweicht werden. Dadurch lösen sich etwaige Reste vom Milchbehälter. Eine weitere Möglichkeit wäre die Reinigung mit Hilfe eines kurzen Dampfstoßes, wodurch Milchreste herausgepustet werden. Anschließend reicht ein sauberes und leicht feuchtes Tuch, um die Lanze abzuwischen. Als nächstes folgt das Sieb. Dieses muss nicht direkt nach jeder Nutzung gereinigt werden, jedoch am besten nach einigen Espressi. Je nachdem, wie viele Espressi täglich zubereitet werden, kann dies zwischen einmal täglich oder alle paar Tage schwanken. Das Sieb der Siebträgermaschine wird gereinigt, indem es aus dem Siebträger herausgenommen und dann ganz einfach mit einem Tuch abgewischt wird.

Warum die Milchschaumdüse und das Sieb der Siebträgermaschine oft gereinigt werden müssen, ist verständlich. Doch was ist mit dem Wassertank? Auch beim Wassertank sieht es nicht anders aus. Denn genau wie es zum Beispiel beim Wasserkocher auch zu beobachten ist, bilden sich mit der Zeit Ablagerungen im Wassertank, da das Wasser dort einige Zeit lang verbleibt. Dies ist auch bei gefiltertem Wasser der Fall. Entsprechend muss er saubergemacht werden. Der Wassertank der Siebträgermaschine wird gereinigt und entkalkt, indem er mit warmem Wasser ausgespült wird. Danach kann neues, vorzugsweise gefiltertes Wasser eingegossen werden. Ausgespült werden sollte der Wassertank nach jedem neuen Nachfüllen. Am besten sollte der Vollautomat vor jedem neuen Espresso einmal nur mit heißem Wasser angestellt werden, ohne jedoch dabei den Siebträger zu verwenden. Dadurch können beim Durchlaufen Espressorückstände entfernt werden. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass das Wasser dann bereits die richtige Temperatur für das nächste Heißgetränk hat.

Die gründliche Reinigung der Siebträgermaschine

Wie bereits zuvor erwähnt, sollte die gründliche Reinigung der Siebträgermaschine etwa einmal wöchentlich erfolgen. Dies erfordert zwar etwas mehr Zeitaufwand, sie dankt es Ihnen jedoch mit einer langen Lebensdauer und vielen Genussmomenten, in denen Sie einen perfekt zubereiteten und geschmacklich ungetrübten Espresso trinken können.

Dafür wird nun das wasserdichte Blindsieb anstelle des normalen Siebs in den Siebträger eingesetzt. Als nächstes wird etwas heißes Wasser in das Blindsieb durch die Espressomaschine eingeführt und mit einem Reinigungsmittel für Siebträgermaschinen vermischt. Dann müssen der Siebträger und das Blindsieb mit dem schäumenden Reinigungsmittel in den Brühkopf eingesetzt werden. Wird der Hebel betätigt, fängt die Pumpe an zu arbeiten. Jedoch verhindert das Blindsieb, dass das Wasser weiter abfließen kann und es baut sich Druck auf. Die Pumpe muss so lange arbeiten, bis das Pumpgeräusch hörbar leiser wird. Nun ist genug Druck aufgebaut, dass das Rückspülen funktioniert. Anschließend wird der Hebel wieder betätigt und das erste heiße Wasser fließt in die Abtropfschale. Darin sollten neben dem schäumenden Reinigungsmittel deutlich erste Spuren von Kaffeeöl-Resten zu erkennen sein. Dieser Rückspülvorgang muss so lange wiederholt werden, bis weder Reinigungsmittel, noch Kaffeereste herauskommen. Daneben kann auch durch das Wasser im Blindsieb nachgeprüft werden, ob die Rückspülung erfolgreich war. Dazu muss das Wasser dort klar sein.

Nachdem alle Einzelteile der Siebträgermaschine gereinigt worden sind, sollten diese abgetrocknet werden. Ausgenommen hiervon ist der direkte Betrieb des Vollautomaten. Bei dem Zusammenbauen der gereinigten Siebträgermaschine muss sorgfältig darauf geachtet werden, dass die Einzelteile fest und richtig eingesetzt werden, da ansonsten Flüssigkeit auslaufen könnte. Sind alle Einzelteile wieder fest eingesetzt worden, wird ein Espresso zubereitet. Dieser Vorgang ist dazu da, dass anschließend mit einer stabilen Gruppenbürste nun auch der letzte Rückstand aus der Brühgruppe entfernt werden kann. Anschließend muss das Auffangsieb für das Schmutzwasser gereinigt werden, um somit von Bakterien wieder befreit zu werden.

Die Reinigung der Siebträgermaschine wird durch die Entkalkung abgeschlossen und sollte alle zwei Monate durchgeführt werden. Das verhindert die Festsetzung von Kalkresten im Kessel. In die Siebträgermaschine wird Entkalker in Höhe der Herstellerangabe in einen vollen Wassertank gefüllt. Das Pulver wird im Wassertank verrührt. Als nächstes wird das Wasser alle 10 Minuten im Wechsel über die Dampflanze und die Brühgruppe entnommen. Dadurch fließt die Flüssigkeit durch alle Wasserkreisläufe und löst den Kalk. Ist kein Wasser mehr im Tank enthalten, muss alles noch einmal mit frischem Wasser gründlich durchgespült werden.

Letztendlich hat die Pflege Einfluss auf die Qualität

Es bedarf durchaus ein wenig Aufwand, um regelmäßig die Siebträgermaschine zu reinigen. Doch wenn die kleinen Säuberungsaktionen vor und nach der Nutzung des Vollautomaten durchgeführt werden, dann haben Öle, Fette und weitere Ablagerungen sowie Rückstände keine Chance sich festzusetzen. Wenn sich doch mal etwas festsetzt, werden diese Reste spätestens durch das gründliche Reinigen der Siebträgermaschine entfernt. Dadurch steigern Sie die Lebensdauer Ihres Vollautomaten und können sich noch viele Jahre an genussvollen Espressos erfreuen.

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