Die Herkunft des Kaffees ist je nach Sorte ganz unterschiedlich. Heutzutage wird weltweit produziert und es entstehen täglich neue Anbaugebiete. 

Kaffee ist weltweit eines der beliebtesten Heißgetränke und erfreut sich seit Jahrhunderten stetig steigender Beliebtheit. Der genussvolle Wachmacher überzeugt mit einem ganz individuellen Geschmack und ist in vielerlei Sorten verfügbar. Auch wenn er für viele ein fester Bestandteil des Alltags ist, so wissen die meisten doch kaum wo genau die Anbaugebiete von Kaffee liegen. Daher begeben wir uns auf eine Reise durch die beliebtesten Kaffeeanbaugebiete und nehmen dabei auch die beiden Hauptsorten Robusta und Arabica etwas genauer in Augenschein.

Die Anbaugebiete von Kaffee erstrecken sich über den gesamten Erdball. Die von uns verwendeten Kaffeebohnen stammen von der Kaffeepflanze. Diese gehört zu den eher sensiblen Gewächsen und gedeiht nur unter optimalen klimatischen Bedingungen. Dazu eignen sich vorzugsweise Länder, welche sich nahe des Äquators befinden. Zusammen ergeben diese Gebiete einen sogenannten Kaffeegürtel. Die überwiegend tropischen und feuchten Anbaugebiete ermöglichen den Kaffeepflanzen ein ausgezeichnetes Wachstum und eine schnelle Blütezeit. Die beiden wirtschaftlich am stärksten vertretenen Kaffeesorten sind die Coffea Arabica (Arabica) und die Coffea Canephora (Robusta). Die Arabica nimmt mit rund 75% den größten Anteil der Anbaugebiete ein und ist unter allen Kaffeetrinkern weltweit am beliebtesten. Aber auch andere Kaffeepflanzen wie die Coffea liberica, Coffea stenophylla, Coffea congensis und viele weitere lassen sich in den Weiten der Anbaugebiete wiederfinden. Bekannte Orte, an denen Kaffeepflanzen gezüchtet werden, sind unter anderem Brasilien, Äthiopien, Nicaragua oder auch Sumatra.

Die Expansion der Kaffeeernte

Um den Kaffee und seine Entdeckung rühmen sich viele Mythen. Nach heutigen Informationen wird geschätzt, dass der Südwesten Äthiopiens als Ursprungsgebiet der Kaffeepflanze gilt. Es finden sich Erwähnungen aus dem 9. Jahrhundert wieder, welche eine solche Pflanzenart dort beschrieben. Mit Hilfe von Sklavenhändlern soll der Kaffee dann im 14. Jahrhundert nach Arabien transportiert worden sein. Von hier aus nahm die Geschichte des Kaffees erste prägende Züge an. Ab der Mitte des 15. Jahrhunderts wurden in Arabien die ersten Kaffeebohnen gemahlen und geröstet. Der Kaffee, wie wir ihn heute kennen, entstand. Von der Hafen- und Handelsstadt Mocha verbreitete sich der Kaffee in ganz Arabien und auch in Afrika. Im 17. Jahrhundert kam das Getränk schließlich auch in vielen anderen Teilen der Welt an. Darunter zählten auch Europa und das osmanische Reich. Der Erfolgszug des Kaffees begann und jeder wollte das neue und köstliche Heißgetränk probieren. Leider galten die Kaffeebohnen als auch der verwendete Zucker zu damaliger Zeit als Luxusgüter. Daher war Kaffee zu Anfangs nur Reichen und Adligen vorbehalten. Der wahre „Kaffeerausch“ entstand erst zwischen dem 19. Und 20. Jahrhundert. Heutzutage kann sich weltweit so gut wieder jeder Kaffee leisten.

In unserem Beitrag konzentrieren wir uns vorrangig auf die zwei wesentlichen Kaffeepflanzen Robusta und Arabica, sowie deren Anbaugebiete. Als sich der Kaffee als Massenware etablierte, expandierte der Anbau der Kaffeepflanze ins Unermessliche. Ganze Länder verdanken mittlerweile wesentliche Teile Ihres Bruttoinlandproduktes der jährlichen Kaffeeernte. Dies sorgte nicht nur für eine weltweite Steigerung der Kaffeeproduktion, sondern schuf auch zahlreiche neue Arbeitsplätze. Der Anbau von Kaffee ist ein eigener Wirtschaftszweig und setzt jedes Jahr Milliarden von Euro um. Die empfindliche Pflanze gedeiht jedoch nur in bestimmten Anbaugebieten und der kommerzielle Großanbau ist somit ausschließlich den Ländern rund um den Kaffeegürtel vorbehalten (Äquator).

Die Kaffeepflanze bevorzugt ein feucht-mildes Klima und gedeiht bei Temperaturen zwischen 15 und 28 Grad Celsius. Hierbei muss jedoch eine Unterscheidung zwischen den verschiedenen Pflanzenarten vorgenommen werden, da einige robuster als andere sind. Alle Pflanzen benötigen jedoch viel Sonne und Niederschlag. Daher lohnen sich am besten Anbaugebiete ab einer tropischen Höhenlage von 200 Metern. Kaffeeplantagen wachsen dabei auch auf Höhenlagen bis zu 2000 Metern. Entscheidend sind das Klima und der Nährboden. Extreme Temperaturen, Wind, Sturm und schlechtes Wetter können ganze Kaffeeernten eingehen lassen. Daher setzen Kaffeebauern vor allem auf stabile Wettergebiete, sodass ihre Pflanzen perfekt gedeihen können.

Das sind die wichtigsten Produktionsländer

Die größten Produktionsländer von Kaffee liegen nahe des Äquators und bilden gemeinsam den sogenannten Kaffeegürtel. Kontinental ausgedrückt sind vor allem die Bereiche Mittel- und Südamerika, Afrika sowie Teile Asiens entscheidende Anbaugebiete. Die größten Produktionsländer bilden unter anderem Brasilien, Mexico, Panama, Guatemala, Vietnam, Thailand, Angola, Kongo, Liberia, Kolumbien, Bolivien, Peru, Venezuela, die Zentralafrikanische Republik, Costa Rica, Sambia und viele weitere mehr. An allen Orten herrschen mehr oder minder optimale Bedingungen für eine Kaffeeernte. In der heutigen Zeit hat sich ein milliardenschwerer Industriezweig rund um den Kaffee entwickelt. Die Produktionsländer steigern täglich ihr Anbaupotential und kommen somit der steigenden Nachfrage an Kaffee nach. Die einzelnen Anbaugebiete produzieren jedoch nicht alle den gleichen Kaffee. Es bestehen maßgebliche Unterschiede zwischen Menge, Anbauweise und Geschmack. Dies liegt einerseits an den jeweiligen klimatischen Bedingungen, andererseits auch an den differenzierten Anbaumethoden. Eine Kaffeebohne Arabica, welche aus Afrika stammt, schmeckt demnach ganz anders als eine Kaffeebohne Arabica, welche beispielsweise aus Asien stammt. Die Vielfalt des Kaffees ist mitunter ein Grund für dessen Beliebtheit und bietet jedem Kaffeetrinker eine tägliche Abwechslung und aromatischen Reichtum. Nachfolgend listen wir die wichtigsten Anbaugebiete von Kaffee auf und entdecken deren Besonderheiten.

Frau erntet reife Kaffeekirschen von Kaffeestrauch

Kaffeeanbaugebiete in Nord- und Mittelamerika

In Nord- und Mittelamerika sticht vor allem Nicaragua als Kaffeeanbaugebiet heraus. In den Regionen El Salvador und Santo Domingo befinden sich zahlreiche Plantagen, die sich über Meilen hinweg erstrecken und die verschiedensten Kaffeepflanzen beherbergen. Viele Menschen in diesen Gebieten leben ausschließlich vom Kaffeeanbau. Die wertvollen Kaffeebohnen werden nach der Ernte in die ganze Welt verschifft. Ein weiteres besonderes Anbaugebiet stellt Jamaica dar. Hier wird der berühmte „Blue Mountain-Kaffee“ gezüchtet. Die Blue Mountains von Jamaica sind aus diesem Grund mit großflächigen Kaffeeplantagen bedeckt. Die exzellente Kaffeesorte hat jedoch ihren Preis und schlägt mit knapp 120 Dollar pro Kilogramm zu. Damit gehört der Blue Mountain-Kaffee zu den teuersten Sorten der Welt. Touristen aus aller Welt besuchen die Anbaugebiete, um sich kleinere Mengen mitzunehmen und von dem köstlichen Kaffee zu probieren.

In Nordamerika und Teilen Zentralamerikas liegt das Land Mexico. Auch hier wird Kaffee auf großen Plantagen angebaut. In einem der wichtigsten Anbaugebiete, Soconusco, befinden sich rund 400 Millionen Kaffeebäume. Diese ungeheure Menge wird durch weitere Anbaugebiete im ganzen Land noch erweitert. Dadurch steigt Mexico in der Rangliste der größten Produktionsländer in die obersten Ränge auf. Mit der „Ruta del Café“ wurde sogar eine eigene Kaffeestraße etabliert, mit welcher der touristische Wert der kaffeegeprägten Landschaft gesteigert werden soll. Neben Mexico können auch Anbaugebiete aus Costa Rica, Hawaii und Guatemala mit schmackhaften und berühmten Kaffeesorten überzeugen. Costa Rica punktet insbesondere durch aromatisch, vollmundige Aromen und intensiv duftenden Kaffee. Hawaii eignet sich für die Kaffeeernte ausgezeichnet, da hier optimale klimatische Bedingungen herrschen. Die von dort stammenden Kaffeebohnen besitzen ein zumeist mildes und nussiges Aroma. Als letztes steht der bevölkerungsreichste Staat Zentralamerikas auf dem Plan: Guatemala. Das Land zählt seit jeher zu den wichtigsten Produktionsländern für Kaffee und produziert Kaffeebohnen mit einer aromatischen und würzigen Note. Mit Höhenlagen um die 2.000 Meter und äußerst fruchtbarem, vulkanischem Nährböden wachsen und gedeihen Kaffeebäume hier besonders schnell. Dies führt zu einer hohen Qualität und einer erstklassigen Vielfalt.

Kaffeeanbaugebiete in Südamerika

Südamerika ist der Kontinent mit den stärken Produktionsländern für Kaffee. Die beiden kräftigsten Länder sind Kolumbien und Brasilien. Die Kaffeepflanze hat sich hier zu einem echten Wirtschaftswunder entwickelt und verschafft der Bevölkerung neben vielen Arbeitsplätzen auch neue kulturelle Vielfalt. Das Klima in den warmen Gebieten ist das ganze Jahr über beständig und liefert der Kaffeeernte optimale Bedingungen für einen qualitativ hochwertigen Anbau. Die Kaffeesorten Arabica und Robusta sind hier besonders stark vertreten und werden von zentralen Handelspunkten aus in die ganze Welt verteilt. Auch in Europa kommen täglich Dutzende Tonnen Kaffee aus Südamerika an. Neben Brasilien und Kolumbien spielen aber auch Orte wie Ecuador, Venezuela, Peru und die Galapagos Inseln eine wichtige Rolle. Jeder Standort überzeugt mit individuellen Vorteilen und einer großen Sortenvielfalt.

Brasilien produziert rund 34 % des gesamten Kaffeebedarfs der Welt und gilt somit als echtes Schwergewicht unter den Produktionsländern. Die Anbaugebiete von Kaffee erstrecken sich über das ganze Land und sind maßgeblich für den wirtschaftlichen Erfolg verantwortlich. Mit knapp 287.000 Farmen auf ca. 2.402.933 Hektar Fläche, auf denen Kaffee angebaut wird, lässt Brasilien alle Mitstreiter weit hinter sich. Eine einzige Farm kann dabei bis zu 25.000 Hektar groß sein. Die Anbaugebiete liefern jedes Jahr ca. 45 Millionen Säcke mit Kaffeebohnen, wobei jeder Sack ungefähr 60 Kilogramm wiegt. Mit 80% Ernteanteil werden überwiegend Arabica-Bohnen gezüchtet. Die restlichen 20% sind Robusta-Bohnen. Der Erfolg des Kaffees liegt in Brasilien jedoch nicht nur allein im Verkauf. Die Brasilianer nutzen ein Fünftel ihrer geernteten Bohnen für den Eigenbedarf. Kaffee hat sich in Brasilien zu einer wahren Kultur entwickelt. Im privaten als auch geschäftlichen Bereich gehört es hier zum guten Ton, seinem Gast einen Kaffee anzubieten. Ein ganzes Drittel des exportierten Rohkaffees geht im Übrigen nach Deutschland und landet somit direkt auf unseren heimischen Tischen.

Hinter Brasilien und Vietnam steht Kolumbien als drittgrößter Kaffeeexporteur weltweit ganz weit vorne in der Liste der größten Produktionsländer. Seit knapp 300 Jahren wird hier traditionell Kaffee angebaut. Mehr als eine halbe Millionen Kolumbianer leben von dem Wirtschaftszweig Kaffee und stellen damit eine treibende Kraft der ansässigen Wirtschaft dar. Auch wenn Kolumbien in den letzten Jahren eine rückläufige Produktion zu verzeichnet hatte und sogar von Vietnam auf Platz drei verdrängt wurde, so spielt Kaffee doch eine wichtige Rolle für die dort lebenden Menschen und die gesamte Nation. Kaffee gilt in Kolumbien als Kulturgetränk und prägt mitunter die Gesellschaft. Die Kaffeebauern legen viel Wert auf die Qualität ihrer Kaffeebohnen und züchten nur beste Standards. Die biologisch hochwertige Anbauweise grenzt das Land von vielen anderen Produktionsländern ab und macht „Kaffee made in Colombia“ zu einem starken Markenprodukt.

Besonders beliebter Kaffee stammt übrigens auch aus der Dominikanischen Republik. Mit diesem Land assoziieren die Menschen Sonne, Palmen, Strand und Meer – das perfekte Karibikziel für einen ausgelassenen Urlaub. Hier wird jedoch auch in großen Massen Kaffee angebaut. Es gibt knapp 50.000 kleinere Kaffeeproduzenten, welche über das gesamte Landesgebiet verstreut sind. Wegen der hohen Temperaturen im Norden (30 Grad Celsius im Durchschnitt) liegen die rentablen Anbaugebiete aber größtenteils im etwas kühleren Süden. Fast alle Produktionsstätten haben sich über dies hinaus auf den Anbau von Arabica Kaffee spezialisiert.

Korb voller Kaffeekirschen

Kaffeeanbaugebiete in Australien und Asien

Australien und Asien lagen im Anbau von Kaffee immer etwas hinter den großen Produktionsländern. Mit der Zeit konnten diese aber stark aufholen und vor allem Vietnam nimmt hierbei eine Vorreiterrolle ein. Der Grund für das schnelle Produktionswachstum ist unter anderem die feine Qualität, mit der die Robusta und Arabica Bohnen in diesen Regionen gezüchtet werden können. Sämtliche Anbaugebiete in Australien und Indonesien beschränken sich größtenteils auf den Anbau von Arabica-Kaffee. Da dieser weltweit die größte Nachfrage nach Kaffee abdeckt, können die Produktionsländer hiermit den größten Profit erwirtschaften und müssen sich in keinen Nischenmarkt begeben. Indonesien profitiert beim Anbau durch seinen vulkanischen Erdboden, welcher besonders fruchtbar und nahrhaft ist. Dies verhalf dem Land innerhalb kürzester Zeit dazu, ein Global Player für Kaffee zu werden.

Vietnam ist momentan (Stand 2015) der zweitgrößte Exporteur von Kaffee auf der ganzen Welt. Das Land legte im Kaffeeanbau in den letzten Jahren ein rapides Wachstum hin und lies große Länder wie Indien, Äthiopien und Kolumbien spielend hinter sich. Wer auf ganz besondere Qualität setzen möchte, der kann sich jedoch auch auf Kaffee aus Papua-Neuguinea freuen. Die zweitgrößte Insel der Erde verfügt über Landschaften in hohen Höhenlagen. Der Kaffee wird hier in rund 1.300-1.800 Metern Höhe angebaut und benötigt demnach kaum Pestizide oder Dünger. Dies steigert die Qualität der geernteten Kaffeebohnen und macht Kaffee aus diesem Land zu einer beliebten Luxussorte.

Kaffeeanbaugebiete in Afrika

In Afrika beherrschen die Länder Äthiopien, Uganda und Südafrika große Teile der Kaffeeproduktion. Äthiopien steht dabei mit weitem Abstand an erster Stelle und gilt sogar als Ursprungsland des Kaffees. Der vergleichsweise arme Staat und seine Bewohner haben sich mit dem Anbau von Kaffee einen wichtigen Wirtschaftszweig aufgebaut. Fast jeder vierte Einwohner lebt von der Kaffeeindustrie und arbeitet täglich auf einer der zahlreichen Plantagen oder in den Produktionsstätten. Wie in vielen anderen Ländern, wird auch in Äthiopien ausschließlich Arabica Kaffee produziert. Die Kaffeebauern setzen bei ihrer Zucht auf vollkommen reine Produkte und nutzen keinerlei Chemikalien. Somit steht Kaffee aus Afrika für reinste Qualität und besten Geschmack.

Vergleich: Arabica und Robusta im Anbau

Die Kaffeesorten Arabica und Robusta gehören zu den beliebtesten Kaffees überhaupt und das mit großem Abstand. So gut wie alle Kaffeevarianten bestehen aus einer der beiden Kaffeepflanzen. Die Arabica deckt rund 75 % des gesamten Kaffeebedarfs der beiden Sorten ab, dahinter kommt die etwas weniger beliebte Kaffeesorte Robusta. Die beiden Kaffeepflanzen unterscheiden sich maßgeblich in ihren Anbaukriterien als auch im Geschmack. Nachfolgend gehen wir auf die wesentlichen Unterschiede ein.

Mit der Kaffeeernte von Arabica und Robusta decken die Produktionsländer fast den gesamten weltweiten Bedarf an Kaffee ab. Die Hauptsorten müssen beim Anbau individuell behandelt werden und dürfen nur bestimmten klimatischen Bedingungen ausgesetzt werden. Die Blütezeit von Arabica-Kaffee nimmt beispielsweise 6-8 Monate in Anspruch – die von Robusta hingegen 9-11 Monate. Letzterer gedeiht auch nur in Höhenlagen zwischen 0-900 m. Die Arabica-Pflanze benötigt eine Anbauhöhe von 400-2.100 m. In der nachfolgenden Tabelle werden weitere Unterschiede aufgelistet:

Eigenschaft Arabica Robusta
Anbautemperatur 18-25 Grad Celsius Ca. 26 Grad Celsius
Geschmack Blumig, säuerlich, fruchtig Rau, bitter, erdig
Fettgehalt 15-18 % 8-9 %
Wasserbedarf beim Anbau 1000-2000 mm/qm² jährlich 1500-2000 mm/qm² jährlich
Luftfeuchtigkeit beim Anbau Sehr hoch Ca. 100 %

Die unterschiedlichen Ansprüche an die perfekten Anbaugebiete spiegeln sich auch in den Produktionsländern wieder. So wird die Arabica beispielsweise in Gebieten mit hoher Luftfeuchtigkeit angebaut und die Robusta in Gebieten mit geringerer Luftfeuchtigkeit. Die kürzere Erntezeit der Arabica ist zudem profitabler und kommt den Kaffeebauern zugute. Die beiden Kaffeesorten unterschieden sich noch in vielen weiteren Punkten und können von den Konsumenten in Europa und den USA vor allem dank des Geschmackes auseinandergehalten werden.

Von der Kaffeepflanze bis zur Kaffeerösterei

Von den Anbaugebieten des Kaffees in Amerika, Afrika und Asien ist es ein weiter Weg bis zu unseren heimischen Kaffeemaschinen. Umso wichtiger ist es, dass der Kaffee fair gehandelt und die gesamte Handelskette kontrolliert wird. Bei Fairtrade Kaffee spielen viele Faktoren eine wichtige Rolle. Dazu gehören der Klimaschutz, der Weltmarktpreis, die dominanten Ansprechpartner in der Lieferkette, die Rechte der Bauern sowie die Verhandlungspositionen der einzelnen Teilhaber. Fairtrade bietet vor allem Kaffee-Kleinbauernfamilien eine echte Alternative und schützt diese vor den kaum einzuhaltenden Preiskonzepten der Big Player des Marktes. So erhält jedes Glied der Verkaufskette einen gerechten Anteil am Gewinn und kann diesen wiederum in die Verbesserungen seiner Anlagen und in den Klimaschutz investieren. Die Kontrolle der Fairtrade Kaffeebohnen wird durch unabhängige Organisationen durchgeführt und strikt von nicht Fairtrade gehandeltem Kaffee getrennt. Auf lange Sicht kann so auch die Qualität und Produktivität gesteigert werden und kleine sowie große Betriebe können nebeneinander existieren. Fairtrade rückt für die Konsumenten in den Industrieländern immer mehr in den Mittelpunkt. Viele Menschen kaufen speziell Produkte, welche mit einem Fairtrade Gütesiegel ausgezeichnet sind. Auf diese Art und Weise entstehen Stück für Stück ein fairer Handel, verbesserter Klimaschutz und innovative Kooperationen.

Die Anbaugebiete des Kaffees entdecken

Mit einem ausgeprägten Kaffeewissen über die Anbaugebiete von Kaffee genießen wir unseren Espresso, Cappuccino oder Latte Macchiato noch etwas genussvoller. Täglich werden Millionen von Tassen Kaffee getrunken – der Weg bis zur Kaffeerösterei und Mahlung ist jedoch äußerst lang. Themen wie die Blütezeit, Höhenlage, Fairtrade, Anbaueigenschaften und Inhaltsunterschiede sind vielen von uns nicht wirklich bewusst. In diesem Beitrag haben wir gelernt, dass Kaffee aus allen Teilen der Welt kommen kann und vorzugsweise am Äquator, dem sogenannten Kaffeegürtel, angebaut wird. Das Wissen, dass unser Kaffee als Kaffeepflanze schon einige Monate in subtropischem Klima gereift ist und tausende Meilen transportiert wurde, lässt diesen für uns sicherlich zu etwas Besonderem werden.

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