6. August 2018 2 min. Lesezeit Wissen

Kaffee ist nicht nur Genussmittel, sondern auch Wachmacher. Hier kommt dem Koffein die entscheidende Rolle zu.

Die entscheidende Anregung zur Entdeckung des Koffeins gab Johann Wolfgang von Goethe. Der Universalgelehrte und berühmte Dichter wollte erfahren, welche wirksame Substanz im Kaffee für seine antriebssteigernde und wachmachende Wirkung verantwortlich ist. Er gab dem Chemiker Friedlieb Ferdinand Runge den Anstoß, diesen im Kaffee zu finden und zu isolieren. Im Jahr 1820 konnte Runge erstmals mit Erfolg reines Koffein aus Kaffeebohnen extrahieren.

Das Koffein ist bitter im Geschmack, ansonsten aber ein farb- und geruchsloses Pulver. Die chemische Bezeichnung lautet 1,3,7-Trimethylxanthin (Summenformel: C8H10N4O2). Im Alltag trifft man das Koffein unter vielen Bezeichnungen wie Coffein, Tein, Guaranin, Methyltheobromin oder Trimethylxantin an. Gemeint ist dabei immer dieselbe Substanz.

Außer in den Kaffeebohnen kommt Koffein noch in über 60 anderen Pflanzen vor, z. B. im Teestrauch, der Guaranà-Pflanze, dem Matebaum oder der Kolanuss. Der Koffeinanteil im Rohkaffee beträgt etwa 0,9 - 2,6 %. Nach dem Rösten bleiben noch etwa 1,3 – 2,0 % übrig. Die Robusta-Kaffeebohnen haben übrigens eine etwas höheren Koffeingehalt als die führende Sorte Arabica. Noch mehr Koffein mit 3 - 3,5 %-Anteil enthalten getrocknete oder fermentierte Teeblätter wie der schwarze oder grüne Tee.

Pharmakologisch gelten eine ganze Reihe von Wirkungen des Koffeins als gesichert: So regt es das zentrale Nerven- und das Verdauungssystem an, stärkt die Herzmuskulatur und erweitert die Bronchien. Koffein verengt die Blutgefäße im Gehirn und erweitert sie im Rest des Körpers.

Allgemein bekannt ist die stimulierende Wirkung des Koffeins auf die Psyche. Es steigert den Antrieb, fördert die Konzentration, beschleunigt Denkprozesse und hilft gegen Müdigkeit. In höheren Dosen wird auch das Atemzentrum und der Kreislauf angeregt. So ist es nicht verwunderlich, dass Koffein bis zum Jahr 2004 auf der Dopingliste des Internationalen Olympischen Komitees stand.

Der Entdecker des Koffeins Friedlieb Ferdinand Runge war gelernter Apotheker und studierte später Medizin und Chemie in Berlin, Göttingen und Jena. Der Doktor der Medizin und Philosophie war Privatdozent und Professor für Technologie an der Universität Breslau. 1832 zog Runge nach Oranienburg, um für die dort ansässige Chemische Produkten-Fabrik tätig zu sein. Dort lebte er bis zu seinem Tode 1867.

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Maximilian

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