25. Oktober 2018 4 min. Lesezeit Wissen

Mit Kaffeekraftstoff zum neuen Geschwindigkeitsrekord

Keine Frage: Kaffee macht wach und sorgt dank des Koffeingehalts für einen willkommenen Energieschub, besonders morgens oder während des Mittagstiefs. Tatsächlich gilt dies jedoch nicht nur für Menschen, sondern auch für unser liebstes Gefährt, das Auto. Die kaffeebetriebene „Bean machine“ wurde in England entwickelt und schaffte es dank eines Geschwindigkeitsrekords von 106 km/h sogar ins Guinness-Buch der Rekorde. Doch wie kam es zu dieser verrückten Idee und hat der Kaffeekraftstoff fürs Auto wirklich eine Zukunft?

Die Idee hinter dem Kaffeekraftstoff

Bereits zwei Briten versuchten sich an dem Experiment, ein Auto mit Kaffee anzutreiben. Jem Stansfield, Moderator und Ingenieur der BBC Sendung „Bang goes the theory“, kaufte einen alten Scirocco und bauten diesem zum „Car-puccino“ um. Auch der Umweltaktivist und Ingenieur Martin Bacon tüftelte mehrere Jahre an seinem kaffeebetriebenen Ford Pick-up, bis dieser schließlich durch Kaffee angetrieben fuhr. Die Entwicklung dauerte tatsächlich mehrere Jahre, doch Martin Bacon belohnte sich und seine Experimente mit einem Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde. Schließlich handelt es sich bei seiner „Bean machine“ um das schnellste Auto mit Kaffeekraftstoff weltweit.

Mit dem Kaffeekraftstoff zum neuen Weltrekord

Tatsächlich entwickelte Martin Bacon das bis dato schnellste kaffeebetriebene Auto der Welt und erhielt so eine Würdigung im Guinness-Buch der Rekorde. Aufgestellt wurde der Rekord anlässlich einer Feier des Unternehmens „The Co-operative Food“. Das Unternehmen hat vor einigen Jahren alle seine Kaffeeprodukte auf Fairtrade umgestellt und feierte diesen Tag mit einem spektakulären Rekordversuch. Auf dem Woodford-Flugplatz in der Nähe von Manchester konnte Martin Bacon dann dank seines Kaffeekraftstoffes einen neuen Geschwindigkeitsrekord von 106 km/h in seiner Klasse aufstellen. Vermutlich wurde darauf mit einer Tasse Kaffee angestoßen.

So funktioniert der Kaffeekraftstoff

Betrieben wird das Auto mit Kaffee-Pellets, die aus Produktionsabfällen hergestellt werden. Die Pellets werden in einem Holzkohle-Feuer erhitzt und erzeugen dabei Kohlenmonoxid und Wasserstoff. Mit dem Wasserstoff, der vorher gefiltert wurde, wird schließlich der Motor angetrieben. Prinzipiell kann jedes Fahrzeug mit dieser Art der Vergasung betrieben werden, so fuhren allein in Großbritannien während des zweiten Weltkrieges über 100.000 Busse und Lkw mit Holzvergaser-Technik. Doch ist es sinnvoll diese Technik wieder aufleben zu lassen?

Die Vor- und Nachteile des Kaffeekraftstoffes

Tatsächlich bringt der Kaffeekraftstoff Vorteile mit sich. Da er mit einem Abfallprodukt bei der Kaffeeherstellung betrieben wird, ist er sehr umweltfreundlich. Kaffeepellets haben einen höheren Brennwert als Holzpellets und brennen dadurch deutlich länger. Außerdem hat das kaffeebetriebene Auto hervorragende Emissionswerte. Selbst die besten Öko-Motoren am Markt erreichen keine besseren Werte. Ist der Kaffeekraftstoff also ein Kraftstoff mit Zukunft?

Leider überwiegen die Nachteile des Kaffeekraftstoffes. Die Filter müssen etwa alle 30 Kilometer gereinigt werden. Außerdem muss der Tank alle 100 Kilometer neu befüllt werden. So entstehen bei längeren Fahrten viele (Kaffee-)Pausen. Die durchschnittliche Höchstgeschwindigkeit ist auch nicht besonders hoch. Außerdem ist der Kaffeekraftstoff ein teurer Spaß. Die Kosten dafür sind rund 25- bis 30-fach so hoch wie die eines Benzinantriebs. Deswegen genießen Sie lieber eine Tasse frisch gebrühten Kaffee aus einem Vollautomaten von Kaffee Partner und staunen Sie darüber, was mit Kaffee alles möglich ist.

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Maximilian

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