Gesundheit10. August 20182 Min. Lesezeit

Kaffee und die Herzgesundheit

Man sollte keinen Kaffee trinken, wenn man Probleme mit dem Herzen hat. Oder doch? Viele Mythen und Vorurteile ranken sich um dieses Thema. Daher schauen wir uns das Ganze einmal genauer an.

Tasse Kaffee mit Kaffeeherz

Gesundheitsrisiko oder Wohltat? Die Wirkung von Kaffee auf das Herz ist viel diskutiert.

Kaffee ist gut für unser Herz, doch es gibt auch Schattenseiten. Zu diesem Ergebnis kommen mehrere Studien der letzten Jahre, die versuchten, die Vor- und Nachteile von Kaffee für die Gesundheit gegeneinander aufzurechnen. Das Fazit: Richtig genossener Kaffee schützt das Herz eher, als er ihm schadet. Allerdings haben viele Kaffeetrinker viele schlechte Gewohnheiten, zu denen unter anderem das Rauchen gehört.

Woher kommen die Vorurteile gegen Kaffee?

Der schlechte Ruf von Kaffee begann leider kurz nach seiner Europäisierung im 17. bis 18. Jahrhundert. Er galt als Droge, Johann Sebastian Bach warnte vor ihm in seiner Kaffee-Kantate, teilweise war er in europäischen Ländern verboten oder limitiert. Im 20. Jahrhundert schließlich nahm sich die Wissenschaft der Sache an und stellte in langen Statistikreihen fest, dass es einen signifikanten Zusammenhang zwischen Zivilisationskrankheiten und Kaffeegenuss gibt. In westlichen Ländern trinken die Menschen mehr Kaffee und leiden in etwa demselben Umfang mehr unter bestimmten Krankheiten, darunter Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Doch stimmt dieser Zusammenhang? Statistisch scheint er belegt zu sein, wie aber verläuft die Kausalkette wirklich?

Kaffee und Statistik

Die Statistik lügt wirklich nicht, allerdings waren die Forscher auf einem Auge blind. Der tatsächliche Zusammenhang sieht so aus: In westlichen Ländern hat sich spätestens in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein Lebensstil etabliert, zu dem mehrere prägende Faktoren gehören. Kaffee ist einer davon, aber auch Bewegungsarmut, fettreiches Essen, zu viel Alkohol und Rauchen sowie jede Menge kontraproduktiver Stress gehören dazu. Die meisten dieser Faktoren tragen einzeln und erst recht in ihrem Zusammenspiel zur Verschlechterung der Gesundheitssituation bei, doch Kaffee gehört offensichtlich nicht dazu. Nur dass Raucher gern genussvolle Kaffeetrinker sind, verschaffte dem Bruder Kaffee sein schlechtes Image, für das eigentlich die böse Schwester Zigarette verantwortlich ist. Richtig genossener Kaffee schützt das Herz eher, als er ihm schadet.

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In Wahrheit fördert Kaffee die Herzgesundheit

Die Wahrheit sieht so aus, dass Kaffee der Arterienverkalkung entgegenwirkt (ab vier Tassen täglich) und damit die Herzgesundheit schützt. Eine Bostoner Studie an 1,3 Millionen Personen hat diesen Zusammenhang eindrucksvoll belegt. Dabei wurde nachgewiesen, dass das Risiko für Herzkrankheiten ab vier Tassen Kaffee pro Tag sank, es stieg darüber hinaus bei noch mehr Kaffeegenuss nicht wieder an. Auch in Korea wurde eine Studie mit 30.000 Probanden vorgestellt. Diese untermauerte die Bostoner Ergebnisse in puncto Arterienverkalkung und legte darüber hinaus nahe, dass diese Ergebnisse auf Kaffee oder nicht Kaffee trinkende Raucher, Adipöse und Menschen mit Bluthochdruck zutrafen.

Das bedeutet: Kaffee fördert die Herzgesundheit sogar unabhängig von sonstigen Gewohnheiten.

Avatar von Carolin

Carolin

Trinkt am liebsten Kaffee schwarz, um in den Tag zu starten. Nach dem Essen darf es auch gerne ein kurzer Espresso sein – am liebsten aus der Crema Grande .