Wissen14. März 20234 Min. Lesezeit

Milchpulver für Kaffee: Eine echte Alternative zu Frischmilch?

Milchpulver im Kaffee? Schmeckt das? Bleiben wichtige Inhaltsstoffe der Milch enthalten? Dies und mehr erfahren Sie in unserem Magazin-Beitrag.

Eine Tüte Milchpulver Kaffee Partner Topping Plus liegt auf einem Holztisch

Das Wichtigste über Milchpulver für Kaffee:

  1. Frischer Milch wird durch Erhitzen über 80 % Wasser entzogen. So entsteht Trockenmilchpulver.
  2. Um ein Kilogramm Milchpulver herzustellen, werden zwischen neun und zehn Liter Frischmilch benötigt.
  3. Milchpulver ist daher auf die Masse gesehen ergiebiger und kostengünstiger.
  4. Milchpulver ist nicht anfällig für eine Keimbildung und lässt sich lange lagern.

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Wofür wird Milchpulver verwendet?

Milchpulver ist ein wichtiges Produkt in der Lebensmittelindustrie. Der Einsatz von (Mager-)Milchpulver ist für die Industrie kostengünstiger als die Verwendung von Frischmilch. In der Lebensmittelindustrie gibt es kaum einen Bereich, der nicht auf das Milchpulver zurückgreift:

  • Herstellung von Milchgetränken
  • Als Zusatz für Kaffeegetränke
  • Backwaren und Süßwaren
  • Käse und Joghurt
  • Babynahrung

Der leichte Transport und die einfache Verarbeitung sind nur zwei der vielen Gründe, die für eine Verwendung von Milchpulver sprechen. Aber wie wird das Milchpulver hergestellt? Und schmeckt es auch im Kaffee?

So wird Milchpulver hergestellt

Frischmilch besteht zu rund 90 % aus Wasser. Etwa drei Prozent dieses Wassers sind fest in der Milch gebunden. Die restlichen 87 % liegen als sogenanntes freies Wasser vor. Um Milchpulver herzustellen, wird das freie Wasser durch Erhitzung entzogen. Um ein Kilogramm Trockenmilchpulver herzustellen, werden zwischen sechs und sieben Liter Frischmilch benötigt. Moderne Anlagen erhitzen die Milch schonend, um möglichst wenig Inhaltsstoffe zu verlieren. Dennoch enthält die getrocknete Milchmasse weniger Vitamine und Mineralien als frische Milch.

Das Milchpulver kann aus Vollmilch und aus fettreduzierter Milch gewonnen werden. Milchpulver aus Vollmilch enthält rund 26 % Fett, 38 % Milchzucker und 25 % Eiweiß. Wird das Pulver aus fettreduzierter Milch hergestellt, spricht man von Magermilchpulver.

Milchpulver in einer Glasschale auf einem Holzboden

Wie gesund ist das Milchpulver?

Um Milch in Pulver umwandeln zu können, ist eine Erhitzung notwendig. Selbst bei einer schonenden Behandlung ist es nicht möglich, die Denaturierung von Vitaminen komplett zu umgehen. Frischmilch enthält sowohl fettlösliche, als auch wasserlösliche Vitamine. Dazu gehören die Vitamine A, D und E ebenso wie C, B1 und B12. Die Mineralstoffe Kalzium und Phosphor sind zusätzlich enthalten. Das Kalzium bleibt zum Großteil im Milchpulver erhalten. Wenn notwendig, werden die gewünschten Vitamine bei der Weiterverarbeitung erneut zugeführt.

Milchpulver im Kaffeevollautomaten: Welche Vorteile hat es?

Nicht nur in der Lebensmittelindustrie kommt das Milchpulver regelmäßig zum Einsatz. Auch im Kaffee wird es gerne zum Verfeinern genutzt. Die Vorteile gegenüber der frischen Kuhmilch oder einer Milchalternative sind naheliegend:

  • Lange haltbar
  • Weniger Platz zum Lagern
  • Muss nicht gekühlt werden
  • Kostengünstiger

Genau deshalb findest es auch Verwendung in Kaffeevollautomaten. Das Milchpulver für Vollautomaten, auch Topping genannt, wird dank der Technik des Kaffeevollautomaten sogar zu Milchschaum verarbeitet und passt so zu Cappuccino und Latte macchiato. Wie dies genau funktioniert, können Sie im Artikel “Kaffeevollautomat mit Milchpulver” nachlesen.

Infografik Milchpulver mit Vorteilen und Inhaltsstoffen

Was ist der Unterschied zu Kaffeeweißer?

Topping ist vielen Kaffeetrinkern auf Anhieb kein Begriff und wird deshalb oft mit Kaffeeweißer verwechselt. Zwar handelt es sich bei beiden Produkten um Milchpulver, trotzdem gibt es Unterschiede. Der Eiweiß- und Fettgehalt des Toppings ist höher als beim Kaffeeweißer. Dies verbessert und intensiviert den Geschmack des Toppings.

Schmeckt Milchpulver im Kaffee?

Ganz klar: Ja! Milchpulver im Kaffee oder Espresso ist eine gute Alternative zur Frischmilch. Sobald das entzogene Wasser dem Milchpulver wieder hinzugefügt wird, steht es der Frischmilch geschmacklich in nichts nach. Lediglich ist es etwas süßer, da mehr Zucker enthalten ist. Doch kann dies auch am Kaffeevollautomaten eingestellt werden. Zudem bildet das Topping einen schönen und stabilen Milchschaum auf Cappuccino, Latte macchiato und Co.

Somit ist die Entscheidung zwischen Milchpulver und frischer Milch nicht immer eine geschmackliche, sondern eher eine logistische. Wer nicht den Platz und die Zeit hat, Frischmilch kühl zu Lagern sowie den Kaffeevollautomaten mehrmals zu reinigen, kann guten Gewissens auf Milchpulver für den Kaffee zurückgreifen.

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Hendrik

Hendrik Bäumer ist nicht nur zertifizierter Kaffeesommelier, sondern auch in der Qualitätssicherung bei Kaffee Partner tätig. Das heißt, er kennt sich sowohl mit Kaffee als auch mit Kaffeevollautomaten sehr gut aus. In Schulungen gibt er seine Expertise vor allem an unseren technischen Außendienst weiter, die im Austausch mit Kunden darauf zurückgreifen können. Er liest all unsere Fachtexte gegen, damit auch unseren Leser:innen fundiertes Kaffeewissen nähergebracht wird.