24. September 2019 4 min. Lesezeit Trends Wissen

Milchpulver – praktisch für Industrie und Privathaushalte

Milchpulver ist ein wichtiges Produkt in der Lebensmittelindustrie. Das Pulver wird für die Herstellung von Lebensmitteln aller Art verwendet. Unter anderem findet sich diese Zutat in Käse, Süßigkeiten oder Backwaren. Der leichte Transport und die einfache Verarbeitung sind nur zwei der vielen Gründe, die für eine Verwendung von Milchpulver sprechen. Aber wie wird das Milchpulver hergestellt? Und ist es genauso gesund wie normale Frischmilch?

Trockenmilchpulver – der Herstellungsprozess ist überraschend einfach

Frischmilch besteht zu rund 90 % aus Wasser. Etwa drei Prozent dieses Wassers sind fest in der Milch gebunden. Die restlichen 87 % liegen als sogenanntes freies Wasser vor. Um Milchpulver herzustellen, wird das freie Wasser durch Erhitzung entzogen. Um ein Kilogramm Trockenmilchpulver herzustellen, werden zwischen sechs und sieben Liter Frischmilch benötigt. Moderne Anlagen erhitzen die Milch schonend, um möglichst wenig Inhaltsstoffe zu verlieren. Dennoch enthält die getrocknete Milchmasse weniger Vitamine als frische Milch.

Das Milchpulver kann aus Vollmilch und aus fettreduzierter Milch gewonnen werden. Milchpulver aus Vollmilch enthält rund 26 % Fett, 38 % Milchzucker und 25 % Eiweiß. Wird das Pulver aus fettreduzierter Milch hergestellt, spricht man von Magermilchpulver. Der Einsatz von den beiden Milchpulversorten ist für die Industrie kostengünstiger als die Verwendung von Frischmilch. In der Lebensmittelindustrie gibt es kaum einen Bereich, der nicht auf das Milchpulver zurückgreift:

  • Herstellung von Milchgetränken
  • Backwaren und Süßwaren
  • Käse und Joghurt
  • Babynahrung

Wie gesund ist das Milchpulver?

Um Milch in Pulver umwandeln zu können, ist eine Erhitzung notwendig. Selbst bei einer schonenden Behandlung ist es nicht möglich, die Denaturierung von Vitaminen komplett zu umgehen. Frischmilch enthält sowohl fettlösliche, als auch wasserlösliche Vitamine. Dazu gehören die Vitamine A, D und E ebenso wie C, B1 und B12. Die Mineralstoffe Kalzium und Phosphor sind zusätzlich enthalten. Das Kalzium bleibt zum Großteil im Milchpulver erhalten. Wenn notwendig, werden die gewünschten Vitamine bei der Weiterverarbeitung erneut zugeführt.

In den vergangenen Jahren gab es immer wieder das Phänomen, dass es zu einer Milchpulverknappheit auf dem deutschen Markt gekommen ist. Insbesondere Babynahrung auf Milchpulverbasis war davon betroffen. Dies lag daran, dass das europäische Milchpulver auf dem asiatischen Markt enorm begehrt ist. Viele in Europa lebende Asiaten kauften die Bestände in den Supermärkten regelrecht komplett auf und schickten die Produkte in die Heimat. Bekannte Hersteller für Babynahrung haben den Engpass unter anderem durch die Eröffnung neuer Produktionsstätten beheben können.

Milchpulver lässt sich einfach verarbeiten

Nicht nur in der Lebensmittelindustrie kommt das Milchpulver regelmäßig zum Einsatz. Auch in der alltäglichen Nutzung wird es immer beliebter. Ein Beispiel dafür ist die Verwendung für Kaffeevollautomaten. Das einfach zu dosierende Pulver wird dazu genutzt, schmackhafte Kaffeespezialitäten zu kreieren. Das Milchpulver wird durch das einfache Zuführen von Wasser zu Milch verarbeitet und dient dazu, leckeren Milchschaum zu kreieren. Auch für Tees oder andere Heißgetränke ist das Pulver geeignet.

In Privathaushalten ist das Milchprodukt ebenso beliebt wie im geschäftlichen Umfeld. Das Pulver lässt sich leicht lagern und ist sehr günstig. Wird es in Kaffeevollautomaten verwendet, ist die Reinigung der Maschine weniger aufwendig. Das Milchpulver ist nicht anfällig für eine Keimbildung und somit hygienischer als Frischmilch. Zu guter Letzt können sich Kaffeegenießer auf eine stabile wie schmackhafte Schaumkrone freuen.

Milchpulver – beliebte Produkte

Das Milchpulver ist eine erstklassige Alternative zur Frischmilch. Es ist einfach in der Anwendung und lässt sich leicht lagern. Darüber hinaus ist es auch eine kostenoptimierte Variante. Das Pulver kommt in vielen alltäglichen Lebensmitteln zum Einsatz und findet auch in Privathaushalten zunehmend Einzug. Ein unwiderstehlicher Cappuccino mit Schaumkrone lässt sich kaum leichter zubereiten.

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Andreas

Der Morgen startet für ihn am liebsten mit einem Café au Lait XL aus der Ultima Duo 2: Darin steckt genau die richtige Mischung aus leckerem Kaffee und cremigen Milchschaum. Das stillt auch den etwas größeren Kaffeedurst.

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