Werden Sie Ihr eigener Kaffeeexperte und starten Sie mit der heimischen Zucht von Kaffeepflanzen. Diese Tipps verhelfen Ihnen zu einem schnellen Kaffeeanbau.

Die Kaffeebohne hat Ihren Ursprung in den Hochländern Äthiopiens und des Sudans. Von dort aus bereist sie seit nunmehr drei Jahrhunderten die ganze Welt. Subtropische Länder um den ganzen Globus herum zeichnen sich mittlerweile als optimale Standorte für die Zucht von Kaffeepflanzen aus. Mit Hilfe von riesigen Erntefeldern kann der weltweite Bedarf gedeckt werden. Aber was tun Sie, wenn Sie als echter Kaffeeliebhaber eine eigene Kaffeepflanze züchten möchten? Hier lohnt sich ein näherer Blick auf die optimalen Anbau- und Pflegebedingungen für eine Kaffeepflanze.

Mit Kaffee verbinden wir puren Genuss und ungeahnte Geschmacksvielfalt. Seine eigene Kaffeepflanze zu züchten, bietet daher einen ganz besonderen Reiz. In diesem Beitrag klären wir Sie über die Feinheiten des Anbaus auf und helfen Ihnen bei der Zucht Ihrer ersten Kaffeepflanze. Da es sich um ein tropisches Gewächs handelt, kann die Kaffeepflanze nicht wie eine normale Zimmerpflanze gezüchtet werden. Sie müssen die Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Nährbodenwerte und vieles andere mehr beachten. Vom einzelnen Kaffeesamen bis hin zum ausgewachsenen Kaffeestrauch vergeht eine lange Zeit. Erste Erträge können Sie nach ungefähr drei Jahren erwarten. Der Ernteweg ist also recht lang und sollte nicht unterschätz werden. Wenn Sie jedoch Spaß am Kaffeeanbau haben und die ständige Pflege nicht scheuen, so können Sie sich nach einiger Zeit über eine wundervolle und selbstgezüchtete Kaffeepflanze freuen.

Kaffeepflanze in rotem Topf

Tipps zum Anbau und der richtigen Pflege

Die mit Abstand beliebteste Kaffeesorte ist die Coffea Arabica. Am Beispiel dieser Kaffeepflanze können Sie einen optimalen Anbau- und Zuchtplan aufstellen. Zu allererst müssen Sie sich für eine Startphase entscheiden. Sie können mit einfachen Samen beginnen oder im Gartenfachmarkt direkt kleine Keimlinge kaufen und diese weiterzüchten. Sollten Sie mit einem Samen anfangen, so nutzen Sie am besten einen recht frischen, welcher von gereiften Kaffeebeeren stammt. Der Samen kann mitunter noch eine harte Schale und ein Silberhäutchen besitzen. Diese können Sie einfach ablösen. Anschließend können Sie den Samen einen Zentimeter unter dem Erdboden platzieren. Hier ist der perfekte Platz für ihn, um zu einem Keimling heranzureifen. Pro Topf sollte nur eine Bohne verwendet werden. Bereits gereifte Kopfstecklinge können im Übrigen von einem Kaffeestrauch gewonnen und ebenfalls Zuhause in einem Topf angepflanzt werden. Ob Samen, Keimling oder Steckling – alle benötigen einen warmen Standort zum Gedeihen. So wächst die Kaffeepflanze schnell heran und profitiert optimal von der wärmenden Umgebung.

Sobald der Wachstumsvorgang angefangen hat, bilden sich innerhalb kurzer Zeit erste Wurzeln. Ihr Kaffeeanbau hat nun einen entscheidenden Punkt erreicht. Langsam wird es Zeit, dass Sie Ihre Pflanze umtopfen. Ein größeres Gefäß bietet mehr Wachstumsmöglichkeiten und verfügt über einen größeren Nährboden. Neben normaler Erde können Sie ab sofort auch Substrat einsetzen. Dies ermöglicht eine beständige Feuchtigkeit, welche sich positiv auf das Wachstum Ihrer Kaffeepflanze auswirkt. Ein weiteres Umtopfen wird nicht mehr allzu häufig von Nöten sein und muss nur alle zwei bis drei Jahre vorgenommen werden. Beim Gießen können Sie übrigens normales Regenwasser nutzen. Dieses reicht vollkommen aus, um die Kaffeepflanze mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen. Neben der Pflege des Bodens können auch die Blätter täglich mit Wasser befeuchten werden. Tropische Pflanzen nehmen viel Wasser über Ihre Oberflächen auf und wachsen somit noch schneller. Langsam aber sicher sollte sich der Samen zu einem echten Kaffeestrauch entwickeln. In wärmeren Monaten benötigt Ihre Kaffeepflanze übrigens mehr Wasser als in kälteren. Jedoch sollte die Luftfeuchtigkeit dabei nicht allzu hoch sein.

Wenn Sie eine Kaffeepflanze züchten möchten, dann haben Sie den perfekten Kandidaten für Ihre heimischen vier Wände gefunden. Als echte Zimmerpflanze bevorzugt sie Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad Celsius. Sollte es draußen mal etwas kälter werden, so kann die robuste Pflanze auch geringe Temperaturen von bis zu 12 Grad oder kälter problemlos aushalten. Ein schattiger Sonnenplatz und wenig Zugluft sorgen rundum für ein optimales Wachstum. Sollte Ihre Pflanze starke Wachstumsschübe bekommen, so können Sie den Kaffeestrauch auch gerne etwas stutzen. Hierbei kommt es zu keiner Beeinträchtigung des Wachstums. Bis zum endgültigen Aufblühen der Kaffeepflanze können aber noch einige Jahre vergehen. Sollten Sie letztendlich Ihr Ziel erreicht haben, so fehlt nur noch die Bestäubung. Hierbei bestäuben Sie die Blüten der Kaffeepflanze und sorgen dafür, dass sich rote Beerenfrüchte entwickeln. Der Kaffeeanbau tritt nun in die Endphase der Reifezeit ein. Langsam wachsen die ersten Kaffeekirschen. Nach 8 bis 12 Monaten färben sich diese dann rot und können geerntet werden. Die darin enthaltenen Kaffeebohnen dienen der Kaffeezubereitung. Wenn Sie diesen Punkt erreicht haben, dann können Sie mit Stolz behaupten, dass Sie eine eigene Kaffeepflanze gezüchtet haben.

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