12. März 2018 2 min. Lesezeit Gesundheit

Wie viele Tassen Kaffee pro Tag sind erlaubt?

Kaffee hat bekanntlich sehr viele unterschiedliche Auswirkungen auf den Körper. Wer in Maßen regelmäßig Kaffee konsumiert, kann durchaus auch auf positive Weise seine Gesundheit beeinflussen. Doch wie sieht es mit dem Blutdruck aus? Es ist bekannt, dass Kaffee den Blutdruck deutlich erhöhen kann. Dieser Zustand hält jedoch nicht lange an. Wer aber regelmäßig zu der Tasse Kaffee greift, hat mit anderen Konsequenzen bezüglich des Blutdrucks zu rechnen.

Auswirkungen von Kaffee auf den Blutdruck

Wer eine Tasse Kaffee oder schwarzen sowie grünen Tee trinkt, der erhält für eine kurze Zeitspanne – etwa 20 bis 30 Minuten – eine Blutdruckerhöhung. Dieser Bluthochdruck wird durch das in den Getränken in großen Mengen enthaltene Koffein beziehungsweise Theobromin ausgelöst. Der durch den Konsum von koffeinhaltigem Kaffee erhöhte Blutdruck steigt dabei individuell an, im Schnitt handelt es sich aber etwa um 10 bis 20 mmHg. Da der Blutdruck recht schnell wieder auf seinen Standardwert sinkt, ist diese Erhöhung jedoch nicht weiter bedenklich. Wer aber mehr als nur gelegentlich Kaffee konsumiert, bei dem gibt es andere Auswirkungen auf den Blutdruck. In einer Untersuchung fanden Forscher aus der Schweiz heraus, dass bei hohem Kaffeekonsum der Blutdruck dauerhaft gesenkt wird. Ein höherer Kaffeekonsum hat also die umgekehrte Wirkung auf den Blutdruck als Kaffeekonsum in größeren Zeitabständen. Vergleichbar ist dieser Effekt etwa mit dem Joggen. Denn auch hier steigt der Blutdruck während des Laufens stark an. Bei regelmäßiger Betätigung wirkt er sich auf Dauer positiv auf den Herzkreislauf aus. So kann auch ständiger Kaffeekonsum durchaus das Risiko von einem Herzinfarkt oder einem Hirnschlag reduzieren. Ein Team um Murielle Bochud vom Universitätsspital Lausanne schrieb in einer Fachzeitschrift, dass täglich eine Tasse Kaffee den Blutdruck um bis zu neun Millimeter Quecksilbersäule senken könne.

In der Analyse wurden über 16.000 Personen in Bezug auf deren Blutdruck und genetische Ausstattung mit der Menge an konsumiertem Kaffee verglichen. Dabei fanden die Forscher heraus, dass bestimmte Gene zu einem Großteil die Entscheidung treffen, wie viel an koffeinhaltigen Getränken jeder einzelne zu sich nimmt. Dabei handelt es sich um Variationen des Gens CYP1A2. Denn das Gen ist relevant für den Koffeinabbau in der Leber. Je nachdem, wie effizient die Variation des Gens ist, das man geerbt hat, konsumiert man entsprechend mehr oder weniger Koffein. Gleichzeitig neigt die Person, die mehr Kaffee konsumiert dazu, im Durchschnitt auch einen niedrigeren Blutdruck zu haben. Im Rahmen sind etwa vier bis fünf Tassen Kaffee oder Tee am Tag. Diese werden dabei am besten auf zwei bis drei Mal verteilt. Wer allerdings unter Herzrhythmusstörungen leidet, der sollte beobachten, ob der Konsum von den koffeinhaltigen Getränken diese Störungen eventuell verstärkt.

Dauerhaft niedriger Blutdruck durch Kaffeekonsum

Somit hat Kaffee also neben seinen vielen anderen positiven Eigenschaften auf verschiedene Areale des Körpers auch Auswirkungen auf den Blutdruck. Wer nur zu den gelegentlichen Kaffeetrinkern gehört, für den erhöht sich durch Kaffee der Blutdruck nur für eine kurze Zeit. Wer aber dauerhaft eine positive Veränderung des Blutdrucks durch Kaffeekonsum erlangen möchte, der sollte wenigstens einmal am Tag zu der Tasse Kaffee greifen. Herzpatienten sollten nicht nur den Zusammenhang zwischen Kaffee und Blutdruck beobachten, sondern auch auf Herzrhythmusstörungen Acht geben.

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Carolin

Trinkt am liebsten Kaffee schwarz, um in den Tag zu starten. Nach dem Essen darf es auch gerne ein kurzer Espresso sein – am liebsten aus der Crema Grande .

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