3. Juli 2017 5 min. Lesezeit How Tos

Kaffee aus dem Tiefkühlfach - worauf muss geachtet werden? Und welche Vor- und Nachteile ergeben sich?

Wenn Sie tiefgefrorene Bohnen mahlen möchten, dann sollten Sie unbedingt einige Schritte beachten. Kaffeebohnen verlieren schnell ihr Aroma und damit den von uns so liebgewonnenen Geschmack. Vom Einkauf, über das Einfrieren, bis hin zum Auftauen und Mahlen benötigt die Kaffeebohne eine besondere Behandlung.

Das Einfrieren ist eine beliebte Methode, um Lebensmittel länger lagern zu können und um sie vor äußeren Einflüssen zu schützen. Doch wie sieht es hier eigentlich mit Kaffee aus? Wenn Sie tiefgefrorene Bohnen mahlen möchten, dann sollten Sie unbedingt einige Schritte beachten. Kaffeebohnen verlieren schnell ihr Aroma und damit den von uns so liebgewonnenen Geschmack. Vom Einkauf, über das Einfrieren, bis hin zum Auftauen und Zermahlen benötigt die Kaffeebohne eine besondere Behandlung.

Der Kaffee gehört zu den meist getrunkenen Getränken der Welt. Bei der vielfältigen Auswahl an Geschmacksrichtungen heutzutage, landet oftmals viel zu viel von dem frischen Kaffee bei uns Zuhause. Doch wohin mit überschüssigem Kaffee, der nicht auf die Schnelle aufgebraucht werden kann? Mit jedem Tag, den der Kaffee länger ungenutzt gelagert wird, verliert er nämlich wertvolle Aromen. Hier kann das Gefrierfach Abhilfe schaffen und die Bohnen auch langfristig vor Aromaverlust bewahren. Ein einfaches Eintüten und späteres Abtauen, so wie es bei den meisten Lebensmitteln üblich ist, sollte allerdings vermieden werden. Im Folgenden geben wir Ihnen eine genaue Anleitung an die Hand, um tiefgefrorene Bohnen mahlen zu können.

Kaffeebohnen aus dem Tiefkühlfach 

Kaffee sollte generell innerhalb einer Woche verbraucht werden. So gehen kaum Aromen verloren und Sie können sich über einen gleichbleibenden Genuss freuen. Wer seine Bohnen länger aufbewahren möchte, kann diese mitunter einfrieren.

Für das Einfrieren eignen sich entsprechende Gefrierbeutel. Am idealsten ist es, wenn Sie mehrere kleine Beutel verwenden, sodass Sie die Bohnen später portionsweise entnehmen können. Nachdem Sie diese mit den Kaffeebohnen aufgefüllt haben, sollten Sie sie luftdicht und, wenn möglich, vakuumiert verpacken. Wer über kein eignes Vakuumiergerät verfügt, der kann auch versuchen, die Beutel bis auf ein kleines Luftloch zu schließen und danach mit dem Mund so viel Luft wie möglich herauszusaugen. Dies verhindert die Freilassung der in den Bohnen enthaltenen Aromen. Die Minusgrade sorgen nun dafür, dass so gut wie keine Arbeitsprozesse mehr stattfinden können. Die Bohnen sind vor Luft, Wasser, und äußeren Einflüssen geschützt.

Als nächster Schritt steht nun das Auftauen an. Im Gegensatz zu anderen Lebensmitteln, sollten die Bohnen nicht in der Sonne oder an der Luft aufgetaut werden. Hierbei entsteht ein Kondensierungseffekt, welcher die Aromen im Inneren der Bohnen entweichen lässt. Diesen Vorgang umgehen Sie ganz einfach, indem Sie die Bohnen in dem geschlossenen Tiefkühlbeutel auftauen lassen. Somit wird die Schutzhülle nicht entfernt und es tritt keine Kondensation auf. Sie können die tiefgefrorenen Bohnen auch direkt zu Pulver verarbeiten. Die Für und Wider, erfahren Sie in einem der nächsten Abschnitte.

Beim Einfrieren von Kaffeebohnen kommt es also auf eine sichere und luftdichte sowie vakuumierte Verpackung an. Der anschließende Auftauvorgang entscheidet schließlich über den Erhalt der Aromen. Äußere Einflüsse wie Hitze oder Feuchtigkeit sollten auch hier bestmöglich vermieden werden!

Vor- und Nachteile von gefrorenen Kaffeebohnen

Die Verwendung von gefrorenem Kaffee hat sowohl positive als auch negative Effekte. Vorneweg soll gesagt werden, dass dieser genauso gut gemahlen werden kann, wie aufgetaute Bohnen. Das Mahlgut unterscheidet sich kaum voneinander. Vernünftige Kaffeemaschinen oder Kaffeemühlen dürften kein Problem mit dem Zermahlen der harten Bohnen haben.

Hier die Vorteile und Nachteile im Überblick:

Pro  Kontra 
  • Größere Kaffeemengen können über einen längeren Zeitraum gelagert werden
  • Bei unsachgemäßem Einfrieren können die Bohnen Fremdgeschmäcker aufnehmen
  • Kaffeearomen verflüchtigen sich nicht weiter
  • Frischer Kaffee ist aromaintensiver
  • Gefrorene Bohnen kühlen das Mahlwerk ab und werden somit schonender behandelt
  • Beim offenliegenden Auftauen entwickelt sich eine schädliche Kondensierung bei der das Aroma entweicht
  • Es können verschiedene Kaffeesorten gelagert werden
 

Die Vorteile von eisgekühlten Kaffeebohnen scheinen offensichtlich zu sein. Bohnen auf Zimmertemperatur werden beispielsweise während der Mahlung viel höheren Temperaturen ausgesetzt, sodass automatisch viel mehr Aromen entweichen können. Die gefrostete Form wird daher von vielen Kaffeeliebhabern sogar bevorzugt. Ansonsten profitieren Sie bei der Tiefkühlung natürlich von der problemlosen Lagerung über längere Zeit.

Die Nachteile der Tiefkühllagerung ergeben sich im Grunde nur aus der falschen Handhabung des Einfrierens und Entfrosten. Achten Sie auf einen ordentlichen Verschluss und lassen Sie die Bohnen nicht offenliegend tauen. Sie können Sie aber auch einfach direkt gefroren mahlen.

Aromavorteil der gefrorenen Bohne

Eine tiefgefrorene Kaffeebohne zu mahlen, ist in manchen Haushalten mittlerweile sogar die Regel. Rundum sorgt der tiefgefrorene Zustand für allerlei Vorteile, welche bei einer klassischen Lagerung nicht vorliegen. Allerdings zahlt sich diese Lagerung nur bei dem Kauf von einer großen Menge aus. Schließlich schmeckt der Kaffee frisch aus dem Laden immer noch am besten. Für Menschen, die auf einem Ausflug einen guten Espresso gefunden haben und direkt eine größere Portion mitnehmen oder viele verschiedene Sorten auf einmal lagern möchten, lohnt sich die Tiefkühl-Variante allemal.

Sollten auch Sie sich daran probieren wollen, tiefgefrorene Bohnen zu mahlen, so orientieren Sie sich an unseren hilfreichen Tipps. Wenn Sie sich beim Einfrieren und Auftauen ganz an unseren Guide halten, dann können Sie sich auf einen gewohnt leckeren Kaffeegeschmack freuen. Somit rentiert es sich auch mal etwas mehr Kaffee einzukaufen und sich den ein oder anderen Gang zur Rösterei oder in den Supermarkt zu sparen.

Carolin

Carolin

Trinkt am liebsten Kaffee schwarz, um in den Tag zu starten. Nach dem Essen darf es auch gerne ein kurzer Espresso sein – am liebsten aus der Ultima Duo 2.

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