Es gibt 103 Kaffeearten und noch weitaus mehr Kaffeesorten. Doch wie genau entsteht diese große Vielfalt an Kaffeegetränken?

Für viele Menschen ist der Kaffee aus dem Alltag gar nicht mehr wegzudenken – ob morgens als Wachmacher, zwischendurch zum Genießen, beim Treffen mit Freunden oder auf der Arbeit für einen neuen Energiekick. Für jeden Kaffeeliebhaber spielt der tägliche Genuss eine unterschiedlich wichtige Rolle, doch eine Sache muss jeder einzelne für sich erst einmal entscheiden: Welche Sorte ist die richtige? Um der Antwort etwas näher zu kommen, werden verschiedene Aspekte des Herstellungsprozesses näher beleuchtet.

Die Kaffeehersteller haben es sich zunutze gemacht, dass für viele Menschen das Kaffeegetränk inzwischen unverzichtbar ist, und unzählig viele verschiedene Kaffeesorten entwickelt: Die Spanne reicht etwa von erfrischend kaltem Eiskaffee für einen heißen Sommertag über den koffeinfreien Kaffee für Abendstunden bis hin zum umweltfreundlichen und fair gehandelten Bio-Kaffee – die Liste erstreckt sich scheinbar endlos weiter. Da noch einen klaren Überblick zu behalten, ist nicht gerade einfach. Natürlich spielt auch der Geschmack eine wichtige Rolle. Jede Kaffeesorte trägt durch die Art und Weise des Anbaus und ihre besondere Verarbeitung ihre eigene Geschmacksnote. Manche unterscheiden sich kaum voneinander, andere wiederrum sehr stark. Und sich selbst einmal durch alle möglichen Sorten durchzuprobieren, um den idealen Geschmack für sich zu finden, kann eine Ewigkeit dauern. Deshalb wird hier eine kleine hilfreiche Übersicht erstellt, an der man sich orientieren kann.

Kaffeearten und ihre Anbaugebiete

Wer sich noch keine Gedanken dazu gemacht hat, würde die beiden Begriffe Kaffeeart und Kaffeesorte vielleicht synonym verstehen. Doch auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht gar nicht so scheint, sind dies zwei Begriffe, die nicht miteinander gleichgestellt werden können. Bei dem Begriff Kaffeeart wird eine biologische Unterscheidung aufgestellt. Dies bedeutet, dass sich die einzelnen Kaffeearten in einem jeweils anderen Klima wohlfühlen und dort am besten wachsen. Es gibt insgesamt 103 verschiedene Kaffeearten und von diesen 103 verschiedenen Kaffeearten werden überraschenderweise hauptsächlich zwei für die unzählig vielen Kaffeesorten verwendet, die wir aus den Läden kennen: die Coffea Arabica und die Robusta. Bei letzterem handelt es sich zudem um eine Untergattung der Coffea Canephora. Rund 70 % des Kaffeemarktes werden von allerlei Sorten der Arabica-Bohne gefüllt und etwa 30 % machen die Robusta aus. Neben den beiden Arten teilen sich unter anderem die Bohnen Liberica, Kopi Luwak und die Kreuzung Maragogype die restlichen Prozente des Kaffeemarktes. Hierbei handelt es sich jedoch nur um ungefähre Schätzungen, eine klare Aussage kann dazu nicht getroffen werden. Doch warum sind gerade diese beiden Arten in der Welt des Kaffees so stark vertreten? Was macht sie so besonders?

Die Kaffeesträuche der Arabica benötigen ein kühles und stabiles Klima mit einer Temperatur zwischen 18 und 22 Grad. Sie sind in Höhenregionen ab 1000 Metern zu finden. Durch die kühleren Temperaturverhältnisse benötigt die Arabica-Bohne mit einer geschwungenen Narbe auf der flachen Seite viel Zeit zum Ausreifen und kann somit das vielfältige Aroma entfalten. Dadurch ist ein großes Angebot an Kaffeesorten möglich. Im Gegensatz dazu ist die Robusta an wärmeren Anbaugebieten im flachen Land vorzufinden. Sie hält auch höhere Temperaturschwankungen aus, was ihren Namen erklärt. Kennzeichnend ist der satte, erdige, aber säurearme Geschmack, was zu einer etwas geringeren Vielfalt führt. Die Bohne ist etwas kleiner als die Arabica und besitzt eine gerade Narbe. Im Gegensatz dazu ist etwa die Liberica-Bohne saftloser, härter und enthält wenig Zucker, dafür aber viel Koffein. Entsprechend kann dies der Grund dafür sein, dass sie nicht so stark auf dem Markt vertreten ist.

Kaffeebohnen geröstet

Was unterscheidet die Kaffeesorten?

Ein wenig komplexer sieht das Ganze nun bei all den Kaffeesorten aus, die letztendlich etwa in Regalen von Supermärkten vorzufinden sind. Hier reicht nicht mehr allein die Unterscheidung der Kaffeeart aus. Denn bereits beim Anbau setzt die Vielfältigkeit der Kaffeesorten an. Aber wie genau werden aus nicht mehr als zwei Kaffeearten so viele Kaffeesorten?

Maßgeblich bestimmt das Klima, in welche Richtung die Qualität des Kaffees gehen wird. Durch den Anbau auf Plantagen im Hochlandgebirge – wie bei der Arabica-Bohne – wird der Kaffeebohne ein längerer Reifeprozess ermöglicht. Dadurch kann sich die Bohne in geschmacklicher Hinsicht viel mehr entfalten, was zu einer größeren Vielfalt und hoher Qualität führt. Viele Plantagen werden heutzutage in Monokulturen angebaut, also ohne weitere Pflanzenarten, obwohl die Kaffeepflanze Schattenregionen mit weiteren Pflanzen und Bäumen bevorzugt, weil sie in diesen besser gedeihen kann. Der Bio-Kaffee etwa wird – so wie die ursprünglich natürliche Umgebung der Kaffeepflanze – in Mischwäldern angebaut und hat so neben dem Schatten auch einen höheren Nährstoffgehalt im Boden. Darüber hinaus ist der Schädlingsbefall nicht so hoch wie bei Monokulturen, wodurch Pestizide und Düngemittel nur in geringen Mengen eingesetzt werden müssen. Durch eine Mischkultur entstehen somit sichtlich viele Vorteile für die Umwelt, die gleichzeitig für eine qualitativ weit hochwertigere Kaffeebohne spricht als bei Monokulturen.

Direkt nach der Ernte gibt es weitere Unterschiede in der Aufbereitung der Kaffeebohnen: Nun gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, um bestimmte Aromen aus der Kaffeebohne hervorzubringen. Die Kaffeebohnen können einerseits zum Trocknen auf den Boden oder auf spezielle „Dry Beds“ gelegt werden. Bei diesem Trocknungsvorgang zieht die Kaffeebohne das süße Aroma aus dem Fruchtfleisch und nimmt es in sich auf. Andererseits können sie auch direkt nass weiterverarbeitet werden. Dabei wird das Fruchtfleisch von den Bohnen entfernt und die Kaffeebohnen werden in einem anschließenden Gärungsprozess fermentiert. Wird Wasser zugeführt, kann dies den Geschmack weiterhin maßgeblich beeinflussen. Durch eine Luftreinigung werden dann zum Schluss Fremdkörper wie Holz und Schalen entfernt.

Nach dieser Aufbereitung der Kaffeebohne steht die Röstung an, die entscheidet, ob es sich um das abschließende Produkt um Kaffee oder Espresso handelt. Die Dauer der Röstung ist hierfür entscheidend. Werden die Bohnen zwischen 5 und 13 Minuten geröstet, so handelt es sich um Kaffeebohnen für Filterkaffee. Espresso benötigt eine Röstzeit von bis zu 20 Minuten. Dabei eignet sich jede Kaffeebohne gleichermaßen für beide Röstvorgänge.

Kaffeebohnen geröstet und gemahlen

Mit Kaffee Partner den richtigen Kaffee finden

Kaffee Partner geht bei der Vielfalt der Kaffeegetränke mit gutem Beispiel voran: Unsere Firma bietet eine breite Produktpalette an Kaffee-Systemen an, wodurch jedes Unternehmen vom Großraumbüro bis hin zu Tankstellen, Cafés und Bistros oder Bäckereien stets fündig wird. Neben den Kaffee-Vollautomaten bieten wir selbstverständlich auch die passenden qualitativ hochwertigen Kaffeebohnen an. Dabei achtet Kaffee Partner auf Nachhaltigkeit durch fair gehandelte Produkte und eine umweltschonende und dadurch auch qualitativ hochwertige Produktion von Kaffee.

Ob Cappuccino, oder Latte Macchiato – das und viele weitere Kaffeegetränke decken die Kaffee-Vollautomaten von Kaffee Partner ab, denn ganz einfach können die Füllprodukte nach Wunsch verändert und selbsttätig nachbestellt werden. Weiterhin enthält unser Sortiment auch Kakao oder cremige Toppings. Damit dem vollkommenen Genuss des Kaffees wirklich nichts mehr im Wege steht – denn das Auge isst und trinkt ja bekanntlich mit –, besitzt Kaffee Partner auch eine entsprechende Auswahl an Kaffeetassen. So kann zum Beispiel der Latte Macchiato in einem extra für das Getränk gefertigtem doppelwandigen Glas mit allen Sinnen genossen werden.

Unzählig viele Kaffeesorten

Letzten Endes entstehen die unzählig vielen Kaffeesorten durch die Mischungen von verschiedenen Kaffeearten, die in unterschiedlichen Klimaregionen wachsen. Diese Mischungen werden auch Blends genannt. Durch die richtige Mixtur können anschließend lecker aromatische und harmonisch aufeinander angepasste Geschmacksnoten zu einem vollkommenen Genuss führen. Andererseits kann qualitativ hochwertiger und teurer Kaffee mit schlechterem Kaffee gemischt werden, um den teuren Kaffee auch für weniger Geld zugänglich zu machen. Es gibt auch einige wenige Unternehmen, die die sogenannten Single Origins anbieten: Dabei handelt es sich um eine Kaffee, der aus nur einer Kaffeeart von nur einer Anbauregion besteht.

Von der Wahl des Anbaugebietes bis hin zur Röstung, bevor die Kaffeeart dann alleine oder vermischt mit weiteren Arten in den Automaten gelangt, gibt es demnach vielerlei Komponenten, die eine wichtige Rolle für den endgültigen Geschmack der Kaffeesorte spielen. Die Vielfalt der trinkfertigen Kaffeegetränke hört jedoch nicht bei den Kaffeebohnen auf, denn neben den Kaffeebohnen können dem noch weitere Zutaten wie standardmäßig Milch und Zucker beigemischt werden. Und sie alle beruhen größtenteils auf lediglich den beiden Kaffeearten Arabica und Robusta. Da heißt es nur: ausprobieren und genießen, eine grobe Richtung kann man jedoch auf jeden Fall festlegen.

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