16. August 2018 1 min. Lesezeit Trends

Der Vergleich vom Kaffee, Partner und der Ehe

Die Autorin des Ratgebers „Der Ehe-Aufsteller: 77 Gedanken und Zitate für das Leben zu zweit“ meint, dass sich Frauen einen gewissen Typ Mann wünschen. Er wird mit einem schwarzen, starken und heißen Kaffee verglichen. Hier dürfte die ein oder andere Dame bereits beginnen zu schmunzeln und bei dem einen oder anderen Attribut nickend zuzustimmen. Weiter heißt es dann aber unverhofft, dass wir Milch in unseren „Kaffee“ kippen, bis er nicht mehr so schwarz ist. Dann zuckern wir unseren Kaffee, dass er nicht mehr so stark ist. Und zu guter Letzt pusten wir, damit wir uns nicht daran verbrennen. Dann stellen wir verwundert fest, dass von dem einstigen schwarzen, starken und heißen Kaffee lediglich eine beige, süße und lauwarme Spezialität vor uns steht.

Wenn wir uns nun auf die tatsächliche Kaffeespezialität konzentrieren, mag auch das bei Vielen zutreffen. Damit hat sie bei dem ein oder anderen sogar genau ins Schwarze getroffen. Aber projizieren wir diesen Kaffee auf unseren Partner, sieht das Ganze etwas ernüchternder aus. Kurz gesagt: Wir verändern unsern tollen Typen Mann oder Frau solange, bis er uns nicht mehr so richtig gefällt. Zum Glück bietet dieser Vergleich noch einigen Spielraum für eigene Interpretationen.

Nun kann man natürlich die Kirche im Dorf lassen, denn so dramatisch wie sich das anhört ist es zum Glück nicht. Die Autorin Regula Lehmann möchte verdeutlichen, dass unser Wunschbild oftmals von der Realität abweicht. Klar, Kaffee ist toll, aber jeder trinkt ihn halt auf seine ganz persönliche Art und Weise. Wir sollten unser Gegenüber nicht nach unseren Vorstellungen formen, sondern uns einen Partner suchen, mit dem wir uns wunderbar ergänzen. Dadurch wird uns die Bürde genommen alleine vollständig sein zu müssen. Mit zwei linken Schuhen ist es uns ja schließlich auch unmöglich einen Marathon zu laufen oder gar zu gewinnen. Das Prinzip zählt natürlich sowohl für die Herren der Schöpfung, als auch für die Damen.

Der Vergleich vom Kaffee und dem Partner ist sicherlich an der ein oder anderen Stelle äußerst amüsant - aber dennoch gelungen. Ohne viele Worte versteht man, was die Autorin einem sagen möchte. Bestimmt kennt jeder gute Tipps und Rezepte für eine funktionierende Ehe bzw. Beziehung.  Bei der Eheschließung das Weihwasser durch Kaffee zu ersetzen, den Ehevertrag für den Fall der Scheidung auf das Etikett einer Weinflasche zu schreiben, um es dann leichter zu ertragen oder die Nummer der Seelsorge auf Kurzwahl einzuspeichern sind sicherlich nicht die allumfassenden Lösungen. Aber: Kommt Zeit, kommt Rat. Wir sind uns jedenfalls sicher, dass eine gute Tasse Kaffee in einer Partnerschaft nicht schaden kann.

Das Buch ist bei Amazon im Taschenbuchformat erhältlich: Zum Buch

Avatar von Thorsten

Thorsten

"Ein guter Kaffee am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen." So seine Devise. Ab und zu darf es auch ein Schuss Milch in den Kaffee sein - am liebsten als feincremiger Milchschaum wie aus der Crema Duo.

Zurück

Diese Artikel könnten Ihnen auch gefallen