10. August 2018 3 min. Lesezeit Wissen

Was darf es sein? Kaffeesorten mit Milch – es sind nicht alle gleich!

Kaffee ist gleich Kaffee, denkt man vielleicht. Wer in einem Café beispielsweise einen Milchkaffee bestellt, bekommt in dem Einen vielleicht einen Café au Lait und in dem anderen einen Café macchiato serviert, denn obwohl beide Kaffeesorten aus Kaffee und Milch bestehen, gibt es trotzdem Unterschiede – sowohl was den Geschmack als auch was die Zubereitung angeht.

Fangen wir mit dem beliebten und gleichzeitig einfach zuzubereitenden Milchkaffee an. Üblicherweise besteht diese Kaffeesorte aus Filterkaffee mit etwas Milch. Viel mehr Vorschriften gibt es beim Milchkaffee auch schon nicht.

Anders ist das allerdings bei den anderen Kaffeesorten mit Milch: Französischer Café au Lait wird ebenfalls aus Filterkaffee und heißer Milch gemacht, jedoch muss man hier schon etwas genauer sein: 50-50 lautet das Mischungsverhältnis und beide Komponenten sollten außerdem gleichzeitig in die Tasse gefüllt werden. Auch bei der Tasse hat der Franzose klare Vorstellungen: Streng genommen trinkt man den Café au Lait nämlich gar nicht aus einer klassischen Tasse, sondern eher aus einer Trinkschale.

Auch bei dem italienischen Pendant, dem Cappuccino, ist das Verhältnis von Milch zu Kaffee genau bestimmt: Ein Drittel Espresso, der mit heißem Wasser verdünnt wurde, ein Drittel Milch und zum krönenden Abschluss: Ein Häubchen aus Milchschaum, das ebenfalls ein Drittel ausmachen sollte.

Aus diesen drei Zutaten besteht auch der Latte macchiato. Hier wird jedoch wiederum sehr viel Wert auf die richtige Zubereitung, genauer gesagt, die Reihenfolge gelegt: Heiße Milch, Milchschaum und zum Schluss wird der Espresso – hier allerdings in der unverdünnten Form –  ganz vorsichtig in das Glas fließen gelassen. Damit kommen wir auch zum dem nächsten Punkt, der den Latte macchiato von dem Cappuccino unterscheidet: Einen Latte macchiato serviert man in einem hohen, meist dünnen Glas mit einem dazugehörigen langstieligen Löffel.

Filterkaffee, Mokka, Espresso, Instant Kaffee – für Diejenigen, die es schwarz mögen 

Wer lieber auf Milch in seinem Kaffee verzichtet, kann ebenfalls auf eine beachtliche Auswahl an unterschiedlichen Kaffeesorten zurückgreifen. 

Nach wie vor ist bei uns der Filterkaffee sehr beliebt, er erlebt sogar in letzter Zeit ein regelrechtes Comeback.

Wenn es einmal schnell gehen muss, kann man auch auf Instant Kaffee zurückgreifen. Die schnell lösliche Kaffeesorte, für die man lediglich heißes Wasser benötigt, gibt es auch als koffeinfreien Kaffee.

Wer allerdings lieber sein Kaffeestündchen zelebriert, für den ist der klassische, türkische Mokka wohl die richtige Wahl: Dabei wird feines Kaffeepulver in einer offenen Kanne, der sogenannten Ibrik, Briki oder Cezve mit Wasser zum Kochen gebracht. Wichtig bei dieser Art der Zubereitung ist, dass der Mokka nicht nur ein Mal, sondern zwei Mal aufkochen soll. Dann kommt der Trick: Bevor man den Kaffee – wohlgemerkt mitsamt dem Pulver – in eine Tasse füllt, wird etwas kaltes Wasser dazu gegeben. Der Grund? Das Pulver soll sich so schneller am Boden der Kanne absetzen.

Zu den weiteren Klassikern unter den Kaffeesorten zählt der Epsresso. Ihn gibt es in mehreren Varianten. Entgegen der verbreiteten Meinung ist er jedoch nicht stärker als herkömmlicher Filterkaffee. Wer jedoch einen Koffeinkick möchte, kann auf den Espresso doppio zurückgreifen, denn hier hat man gleich zwei Espressi in einer Tasse. Wer dagegen eher die sanfte Variante bevorzugt, für den eignet sich der Espresso lungo, denn der besteht in der Regel aus doppelt so viel Wasser wie das Original.

Nun muss man sich also nur noch entscheiden …

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Andreas

Der Morgen startet für ihn am liebsten mit einem Café au Lait XL aus der Ultima Duo 2: Darin steckt genau die richtige Mischung aus leckerem Kaffee und cremigen Milchschaum. Das stillt auch den etwas größeren Kaffeedurst.

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